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Schüleraustausch nach Frankreich

Hallo, ich bin Emilia, 16 Jahre alt und ich verbrachte zwei Wochen in Frankreich. Am 15.03. startete ich in mein Abenteuer nachdem ich mich von meiner Familie und meinen engsten Freunden verabschiedet hatte.

Ich lebte in der Zeit in Foecy, einem kleinen Dorf nahe Vierzon, zusammen mit meiner Gastfamilie. Diese besteht aus meinen Gasteltern, meinen vier Gastbrüdern im Alter von 10 bis 15 Jahren und meiner Austauschpartnerin Iris. Iris und ich sind im gleichen Alter, und sie ist meine engste Freundin geworden. Vierzon hat ca. 27.000 Einwohner, und wir haben dort das Kino besucht, sind bowlen gegangen und waren in einem sehr guten Restaurant essen.

Meine Schule, das Lycée Edouard Vaillant, ist im Gegensatz zu unserer Schule sehr groß. Collège und Lycée (Jahrgangsstufen 6-12) sind zusammengelegt. Nach einigen Wochen hatte ich mir auch einen Freundeskreis mit französischen Schülern aufgebaut. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit, daher ist man leicht mit Leuten ins Gespräch gekommen.

Das französische Schulsystem unterscheidet sich sehr vom deutschen. Mein Schultag begann um 8:00 Uhr und endete meist um 17:00 Uhr. Mittwochs dauerte der Unterricht nur bis 12:00 Uhr. Ich hatte vier Unterrichtsfächer und eine Mittagspause, wobei eine Schulstunde 55 Minuten lang ist. Neben den normalen Unterrichtsfächern wie Englisch, Mathe und den Naturwissenschaften wurden ab 14:00 Uhr meist Wahlfächer wie Latein, Physik oder Chemie auf erhöhtem Niveau oder zusätzliche Sportkurse unterrichtet.

Auch das System der außerschulischen Aktivitäten unterscheidet sich sehr von dem in Deutschland. Wir hatten bis spät in den Abend unterschiedliche Tanzkurse und waren erst gegen 22:00 Uhr zu Hause, wo wir zu Abend aßen, Hausaufgaben machten und dann eine bis eineinhalb Stunden später schlafen gingen.

Die Menschen dort sind sehr liebenswert und hilfsbereit. Ich hatte nie eine unschöne Situation, wenn ich jemanden gefragt habe, ob er das Gesagte noch einmal wiederholen könnte. Im Allgemeinen sind Franzosen meines Erachtens offener als wir in Deutschland, wodurch ich mich immer, wohin ich auch ging, willkommen fühlte.

Am meisten gefielen mir die Mittagspausen, da ich dort die Möglichkeit hatte, mich mit den Klassenkameraden anzufreunden und auszutauschen. Ich erzählte ihnen viel über das Leben hier in Deutschland, wobei sie sehr gespannt zuhörten und im Nachhinein interessante Fragen stellten.

Ich habe während meines Austausches so viele neue Erfahrungen gesammelt. Einen Austausch zu machen würde ich als die beste Entscheidung meines Lebens bezeichnen, auch wenn ich diese zwei Wochen lieber auf mehrere Monate verlängert hätte. Ich habe so viele neue Eindrücke bekommen und so viel über mich selbst gelernt. Ich kann erklären, wie mein Leben in Frankreich ablief, aber um zu verstehen, was ich fühle, muss man es erlebt haben. Es ist unbeschreiblich. Ich würde jedem empfehlen, den Schritt in einen Austausch zu wagen.