Logo Rendsburg Berufswahlsiegel Logo Logo

Politik ist langweilig und geht völlig am Alltag der Menschen vorbei – diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man sich die eine oder andere Bundestagsdebatte anschaut. Dass es aber auch ganz anders sein kann, davon durften wir uns, die Klassen Q1c und Q1d, überzeugen, als wir am 18.2 die Gelegenheit hatten, den Landtag zu besuchen und sich uns somit die Möglichkeit bot, bei einer Plenarsitzung zuzuhören.

Nach der Ankunft im Landtag wurde uns von einer Dame des Besucherdienstes kurz die Struktur des Landtages erklärt. Anschließend durften wir auch schon auf die Tribüne. Die Debatte über die resistenten Keime in der UKSH dauerte noch an, während sie bei den ersten Redner, die wir hörten, darunter z.B. Eka von Kalben, Fraktionsvorsitzende der Grünen, noch relativ sachlich blieb, wurde sie nach dem Beitrag von der Abgeordneten Rathje-Hoffmann (CDU), deutlich hitziger. Dieses machte die Debatte für uns als Zuschauer deutlich interessanter. Der Rednerin wurde von Seiten der Regierung vorgeworfen, ein für die Debatte völlig unpassendes Thema anzusprechen. Den Rest der Zeit warfen sich die Abgeordneten der Regierung und der Opposition gegenseitig die verschiedensten Vorwürfe an den Kopf und verloren langsam das eigentliche Thema aus den Augen: die Probleme der UKSH. Teilweise hatte man den Eindruck man würde nicht mehr dem Landtag, sondern einer außer Kontrolle geratenen Schulklasse zuhören. Die letzten Beiträge, die wir hörten, befassten sich mit der Frage, ob der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast reguliert werden sollte oder nicht. Dann war unsere Stunde in der Plenarsitzung auch schon vorbei und es ging zum Gespräch mit einigen Abgeordneten.

Zum Gespräch erschienen: Dr. Kai Dolgner (SPD), passender Weise ein ehemaliger Kronwerker, Hans Hinrich Neve (CDU) und Anke Erdmann (Bündnis 90/ Die Grünen). Wir hatten nun die Möglichkeit den Abgeordneten Fragen zu stellen, was wir auch nutzten. Unter anderem wurde gefragt, ob die Zwischenfragen der Abgeordneten spontan sind oder schon vorher überlegt werden, zudem wurde die Frage gestellt, wie die Personaleinsparungen bei der Polizei zustande kommen würden. Die halbe Stunde ging schnell vorbei und wir mussten schon zu unserem Bus zurück, um die Heimreise anzutreten.

Der Ausflug in den Landtag war für uns Schüler ein interessanter Einblick in die, ganz anders als gedacht, doch sehr lebhafte Politik.

 

Janika Schönbach, Q 1c

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julia Kahl, Janika Schönbach (Q1c)