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Aufführung des Theater-Experiments “Der lange Weg in die Freiheit und zurück” im Kronwerk-Foyer :

Sie kommen aus dem Iran, Irak, aus Afghanistan, dem Jemen und Saudi-Arabien. In ihrem letzten Mittwoch am Gymnasium Kronwerk präsentierten und selbst entwickelten Theaterstück erzählten Rendsburger Asylbewerber von ihren Herkunftsländern, ihrer Flucht, ihrem Leben in Deutschland, dem täglichen Kampf mit Behörden.

Auch wenn Flüchtlinge in den Medien und in der deutschen Öffentlichkeit ein beherrschendes Thema darstellen, haben sie selten eine eigene Stimme. Lieber reden wir über sie als mit ihnen. Lieber kämpfen wir für oder gegen ihre Interessen, als ihnen zuzuhören – oder geben vor, zu wissen, was sie wollen, anstatt sie direkt zu fragen.

Dieser Nachmittag an unserer Schule funktionierte für Schülerinnen und Schüler des Einführungsjahrgangs anders: 16 Asylbewerber haben ihre eigenen Texte formuliert und in Zusammenarbeit mit dem  Schleswig-Holsteinischen Landestheater experimentelles Flüchtlings-Theater auf unsere Bühne gebracht. Hier haben sie eine Stimme und ein Gesicht. Hier sind es keine Nachrichten und Zahlen in Tagesmedien, sondern junge Erwachsene, die uns von ihren traumatiserenden Fluchterfahrungen, ihren Hoffnungen und Träumen, den Schwierigkeiten Deutsch zu lernen und der Einsamkeit in einem fremden Land erzählen.

Eine sehr  emotionale Erfahrung für unsere Schülerinnen und Schüler. Nicht Unterricht über ein aktuelles Thema, kein Lehrbuch oder Lehrervortrag. Hier wurde dem Problem, stellvertretend für Hunderttausende weltweit auf der Flucht, ein Gesicht und eine Stimme gegeben.

Integration bedeutet unserer Meinung nach, Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Ihnen zuzuhören, wie an diesem Nachmittag am Gymnasium Kronwerk, ist ein Schritt in diese Richtung.

Danke an alle, die diese Kommunikation mit und durch das Theater-Experiment möglich gemacht haben!

Herzlichen Dank vor allem an die 15 Darsteller sowie an Rosana Trautrims, unsere Ansprechpartnerin bei der Gruppe Szol HA. Dank auch  an Frau Lüdtge, Theaterpädagogin des Landestheaters, und an einige Mitglieder der DS-Truppe von  und mit Herrn Dr. Kramer, die für unsere Bühnentechnik verantwortlich waren.

Das Gymnasium Kronwerk freut sich, nach dieser für uns kostenfreien Theateraufführung mit einer Spende in Höhe von 5oo,-€ Deutschkurse für Ausländer zu unterstützen. Dank an alle Schülerinnen und Schüler sowie an den Förderverein der Schule, die unsere Spende ermöglicht haben.

Rn

 

Fotogalerie zur Aufführung

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