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log_1_farbe29. Januar 2016

 

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wieder ist ein Schulhalbjahr abgeschlossen. Es war ungewohnt kompakt, da es durch die spät liegenden Sommerferien im letzten Jahr kürzer als normalerweise ausfiel und unsere Halbjahresaktivitäten und –termine dadurch eng zusammengedrängt wurden. Aber nun ist es geschafft! Vor uns liegt ein etwas längeres zweites Schulhalbjahr, das bis weit in den Juli hineinreicht und uns etwas mehr Gestaltungsraum gibt.

Für dieses zweite Halbjahr möchte ich Ihnen/Euch wieder ein paar Informationen geben.

Personalia
Zum Halbjahreswechsel am 1. Februar 2015 wird sich die Zusammensetzung des Kollegiums wieder verändern:
Im vergangenen Schulhalbjahr haben Herr Richter und Herr Timm ihr zweites Staatsexamen bestanden: Herzlichen Glückwunsch! Für beide ist damit die Referendarzeit bei uns beendet. Herr Timm wird für ein weiteres Halbjahr als Vertretungslehrer bei uns bleiben. Wir bedanken uns bei beiden ehemaligen Referendaren für ihren Einsatz in unserer Schule und wünschen ihnen alles Gute für ihre Zukunft!
Unser Kollege Herr Brunkert wird zum Halbjahr in Pension gehen. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Brunkert für seine langjährige Arbeit. Alles Gute für den Ruhestand!
Unsere Referendarin Frau Burkhart wird zum 1. Februar auf eigenen Wunsch nach Kiel versetzt. Auch ihr wünschen wir alles Gute für die Zukunft.
Wir begrüßen zum neuen Halbjahr Frau Boysen. Sie wird als Referendarin mit den Fächern Mathematik und Philosophie ihre Ausbildung bei uns beginnen.

Advent im Kronwerk
Am 26. November fand unser „Advent im Kronwerk“ statt. Die Schule war wieder wunderbar geschmückt, unsere Kunstkolleginnen Frau Zölck und Frau Kotterba haben es durch ihren Einsatz und mit Hilfe einiger Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig „zum Schmücken“ gemeldet hatten, geschafft, unsere Schule in weihnachtlichem Glanz erstrahlen zu lassen. Vielen Dank dafür!
Durch den Verkauf von gebasteltem Weihnachtsschmuck, Leckereien und selbstgebundenen und dekorierten Adventsgestecken haben unsere Schülerinnen und Schüler über 3.700 € eingenommen. Vielen Dank allen Beteiligten, die zum Erfolg dieses alljährlichen Ereignisses beigetragen haben! Das nach meinem Eindruck im eigentlichen Sinne des Wortes weihnachtlichste Projekt dieses „Advent im Kronwerk“ hat kein Geld eingebracht: Die Klasse 6a mit ihrer Klassenlehrerin Frau Leng hat mit Hilfe von vielen, vielen Helfern 350 Päckchen für Flüchtlingskinder gepackt. In jedem Päckchen sind Kleidungsstücke und Spielzeug zu finden – beschriftet sind sie mit z.B. „Mädchen, 7 Jahre“ oder „Junge, 11 Jahre“. Demnächst werden die Schülerinnen und Schüler die Päckchen den dann neu eintreffenden Flüchtlingskindern überreichen, die in der ehemaligen Rendsburger Kaserne untergebracht werden sollen. Vielen Dank für diese tolle Aktion!

Weihnachtskonzert
Unser traditionelles Weihnachtskonzert in der Christkirche hat wieder viele begeistert. 220 Schülerinnen und Schüler, 10 Solistinnen und Solisten und mehr als 20 Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule haben aktiv mitgewirkt. Unsere ehemalige Schulleiterin Frau Elsner, die mit ihrem Mann bei dem Konzert in der Christkirche zu Gast war, war von den einzelnen musikalischen Beiträgen sehr berührt. Zusätzlich hob sie nach dem Konzert hervor, dass ihr aufgefallen sei, wie gut alle Mitwirkenden zusammengearbeitet haben, um den Abend zu einem „runden Ganzen“ zu machen. Diese Beobachtung sei für sie geradezu begeisternd gewesen. Ein schöneres Lob für eine Schulgemeinschaft kann es meines Erachtens gar nicht geben. Wenn unsere wirklich gut funktionierende Zusammenarbeit offenbar auch nach außen spürbar ist, haben wir alles richtig gemacht. Dann kann uns eine partiell negative Kritik in der Zeitung (die sich auf die Unruhe im Publikum bezog) auch nicht demotivieren. Nochmals herzlichen Dank allen an unserem Weihnachtskonzert aktiv Beteiligten!

Schüleraustausch mit Partnerschulen
Unsere Austauschfahrten gehen in diesem Jahr zum einen wie gewohnt nach Lancaster in England und zum anderen das erste Mal nach Aalborg in Norddänemark. Wir freuen uns sehr, dass die Kontakte nach vielen, vielen Jahren zu unserer Partnerschule in Lancaster fortbestehen, und freuen uns jedes Jahr wieder über die rege Beteiligung durch Schülerinnen und Schüler von beiden Seiten. Hoffentlich ist auch der Austausch mit Aalborg der Beginn einer solchen Tradition!

Fahrten im vergangenen Halbjahr
Die Studienfahrten dieses Schuljahres für die acht Klassen des Qualifikationsjahrgangs II fanden im September des vergangenen Jahres statt. Auch in diesem Schuljahr waren es wieder interessante Fahrten sowohl zu bewährten als auch zu wirklich außergewöhnlichen Zielen. Ich finde es ganz wunderbar, dass unsere Schülerinnen und Schülern mit diesen Reisen die Möglichkeit zu alternativen Lernprozessen und besonderen Blickwinkeln bekommen, wie sie sich eben nur außerhalb des Klassenraums im praktischen Erleben und Bearbeiten des Unerwarteten erschließen. Ich danke den beteiligten Kollegen und Kolleginnen für den Einsatz und das Engagement, ohne das die Vorbereitung, Durchführung und Begleitung von solchen Studienfahrten nicht zu machen wäre.

Im Einzelnen wurden diesmal folgende Fahrten durchgeführt:

Anfang September fuhr die Klasse Q2f (naturwissenschaftliches Profil) in die Alpen – Thema: „Höhenmessungen während einer Alpenüberquerung“. Eine Studienfahrt, die im Wesentlichen „auf Schusters Rappen“ stattfand!
Etwas später fuhren die beiden Klassen des sprachlichen Profils (Q2a und Q2b) zum einen nach London, um die Metropole kennenzulernen (Thema: „London – Past and Present, Sights and People“) und zum anderen nach Südengland, das Thema der Fahrt war dann auch „Man and Nature in South England“.
Zwei Klassen des gesellschaftlichen Profils (Q1c und Q1d) waren jeweils in Südtirol (Thema: „Die wechselhafte Geschichte Deutschlands – am Beispiel Süd-Tirols“) und in Köln sowie im Ruhrgebiet mit dem Thema „Strukturwandel im Ruhrgebiet im Zeichen der Globalisierung“ unterwegs. Die dritte Klasse des gesellschaftswissenschaftlichen Profils (Q2e) hatte sich unseren naturwissenschaftlichen Profilklassen angeschlossen und erkundete zunächst Amsterdam und dann die „Biologie und Chemie der Ozeane und die Umweltproblematik der Meere“ segelnd auf dem Ijsselmeer. Diese Thematik hatten sich auch die beiden Klassen (Q2g und Q2h) des naturwissenschaftlichen Profils vorgenommen: Die drei Klassen segelten ein paar Tage auf dem Ijsselmeer, wobei die Klasse mit Physik als Profilfach noch zusätzlich die Physik des Segelns ins Visier nahm.
Herzlichen Dank noch einmal allen begleitenden Kolleginnen und Kollegen. Unser Schulleben hätte ohne solche „Highlights“ des Lernens für unsere Schülerinnen und Schüler nicht die gleiche Angebotsbreite und Qualität. Oft zeigt ja neben dem fachlichen auch ganz besonders das soziale Lernen auf solchen Fahrten eine recht nachhaltige Wirkung auf das Lernklima in der Klasse.
Natürlich geht die Zeit der Klassenreisen an den Zu-Hause-Gebliebenen auch nicht unbemerkt vorbei. Die zu Hause gebliebenen Kolleginnen und Kollegen sind zu einem guten Teil mit Vertretungsunterricht eingesprungen, auch dafür herzlichen Dank. Die Oberstufenklassen haben eine Reihe von sogenannten EVA-Aufgaben zur Bearbeitung bekommen und damit ihren Beitrag geleistet. Da mit acht Klassen in diesem Jahr 16 Lehrkräfte als verantwortliche Begleiter außer Haus sein sollten, hatten wir die Fahrten diesmal auf zwei Zeitblöcke (einmal Anfang und einmal Ende September) verteilt, um die Auswirkungen auf den Unterricht so weit wie möglich zu begrenzen.

Ausstattung und Interieur
Es gibt zum Schluss Neuigkeiten über einige Verbesserungen in unserer Schule zu berichten: Unsere Orientierungsstufenklassen haben größtenteils neue Möbel bekommen, die Neumöblierung der übrigen Klassen wird gerade geplant. Die alten Möbel bestanden aus höhenverstellbaren Tischen und Stühlen mit Wackelsitzflächen. Diese waren vor einigen Jahren topmodern. Im täglichen Umgang mit diesen Möbeln hat sich aber in den letzten Jahren herausgestellt, dass das notwendige schnelle Hin- und Herräumen von Schulmöbeln für Gruppenarbeiten in unterschiedlichen Konstellationen sich ganz schlecht mit den individuell auf die Körpergröße bestimmter Kinder eingestellten Tischen und Stühlen verträgt: Erstens hat man nach dem Zusammenschieben der Tische nie eine große, gemeinsame Arbeitsfläche für die Schülerinnen und Schüler, die zusammen arbeiten sollen, weil die Tische unterschiedlich hoch sind, zweitens erfolgt ein Umräumen, das nach klaren Instruktionen einer Lehrkraft von 30 Schülern gleichzeitig ausgeführt wird, immer durchaus schnell und zielgerichtet – und damit finden nun die angepassten Stühle oft im wahrsten Sinne des Wortes neue „Besitzer“.
Die neuen Möbel haben wir gemeinsam mit einigen probesitzenden Schülerinnen und Schülern der Orientierungsstufe ausgesucht. Es sind Einzeltische und Stühle gleicher Höhe. Die Tischplatten und Sitzflächen bestehen aus hellem Holz. Die Stühle haben ein Treppchen fürs Abstellen der Füße, welches in unterschiedlicher Höhe am Stuhl befestigt werden kann. So kann man dafür sorgen, dass auch kleinere Schülerinnen und Schülern nicht mit baumelnden Füßen sitzen müssen, ohne sich abstützen zu können. Die Holz-Rückenlehne des Stuhls ist etwas beweglich, so dass durch den Stuhl keine starre Sitzhaltung vorgegeben wird. Unsere Schülerinnen und Schüler haben uns bestätigt, dass sie gut mit ihren neuen Möbeln zurechtkommen, und freuen sich, die „Wackelstühle“ los zu sein!
Eine zweite Neuerung wird gerade im alten Trakt der Naturwissenschaften in die Tat umgesetzt. Der Raum N11 wird zu einem „Schülertreff“ umgebaut – es soll ein Raum werden, den unser Schulsozialpädagoge Herr Bräuß, der sein Büro direkt neben diesem Raum hat, vormittags für gemeinsame Aktivitäten mit Schülerinnen und Schülern nutzen kann und der ab mittags dann den in der Offenen Ganztagsschule betreuten Kindern zur Verfügung steht. Nach einem ausgeschriebenen Wettbewerb für unsere Schülerinnen und Schüler, bei dem wir nach ihren Ideen für die Einrichtung dieses Raumes gefragt haben, steht fest, dass es gemütliche Sitzmöbel, aber auch Tische und Stühle geben muss, an denen man Hausaufgaben machen kann. Und über einen Einrichtungsgegenstand waren sich alle Wettbewerbsteilnehmer einig: Ein Fußballkickertisch muss her!

Zeugnisse
Diesen Brief erhaltet Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, sowie Sie, liebe Eltern, gleichzeitig mit den Halbjahreszeugnissen. Ich möchte Euch und Sie auch in diesem Jahr daran erinnern, dass die vergebenen Zensuren einen Zwischenstand im Laufe des Schuljahres 2015/16 markieren – die Endnote wird unter dem nächsten Zeugnis stehen und sich auf die Leistungsentwicklung im ganzen Schuljahr beziehen (nur in der Qualifikationsphase der Oberstufe müssen die Halbjahre getrennt voneinander bewertet werden). Wenn Unklarheiten über das Zustandekommen einzelner Zensuren bestehen, kann man immer die entsprechenden Lehrer/innen nach den Gründen fragen. Denn nur wenn man die Gründe für eine Zensur kennt, mit der man nicht zufrieden ist, kann es gelingen, genau diese Gründe im nächsten Halbjahr aus dem Weg zu räumen. Durch weiteres „Schippern im Ungewissen“ wird sich an den Zensuren in den meisten Fällen nichts ändern. Fragt also Eure Fachlehrerinnen und Fachlehrer, was Ihr tun könnt, um Eure Leistungen zu verbessern. Schließt euch zusammen zu Arbeitsgruppen mit Freunden und Freundinnen, das kann helfen und auch Spaß machen. Auch Eure Eltern können Euch vielleicht helfen, Euch zu verbessern, fragt sie um Rat. Aber das Wichtigste für den Erfolg aller Maßnahmen ist doch Eure eigene Erkenntnis, dass unterm Strich, mit oder ohne Hilfe, jeder von Euch ganz allein den eigentlichen Lernvorgang bewältigen muss – und dazu ist die erste und beste Voraussetzung, dass Ihr das wirklich wollt und zu der notwendigen Anstrengung bereit seid.
Herzliche Grüße, uns allen einen guten Start ins neue Halbjahr,

Renate Fritzsche