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  • Betriebspraktika der 9. Klassen  
  • Ziele und Ablauf der Praktika

Liebe Eltern,

im Folgenden möchte ich Ihnen Erläuterungen und Hinweise geben hinsichtlich der Betriebspraktika des 9. Jahrgangs.

Dieses Projekt „Begegnung mit der Arbeitswelt“ wird am Gymnasium Kronwerk seit Jahren erfolgreich durchgeführt. Zum einen war es uns wesentlich, bis dahin eher große Distanz und Berührungsängste im Verhältnis zwischen allgemeinbildender Schule und Wirtschaft abzubauen. So kooperieren wir heute in vielfältiger Weise mit einer Reihe von Partnerfirmen vor Ort und nutzen dadurch das Potenzial, unsere Lernenden bildungswirksam und realitätsnah auf das Leben vorzubereiten. Zum anderen verstehen wir uns insgesamt nicht mehr nur als didaktischer Schonraum, sondern öffnen unsere Tore häufig für das Lernen an anderen Orten mit außerschulischen Praxispartnern.

Ökonomische Grundbildung verstehen wir dabei innerhalb unseres Gesamtkonzeptes einer Vermittlung von Allgemeinbildung. Gerade in einer modernen Welt, welche durch zunehmende Ökonomisierung aller gesellschaftlicher Bereiche, rasant wachsende globalisierte Strukturen und damit einhergehende zunehmende Flexibilitätsanforderungen an alle Akteure gekennzeichnet ist, erscheint uns Vermittlung ökonomischer Grundsachverhalte in der Schule unabdingbar.

Die Mitte des 9. Schuljahres scheint uns entwicklungs-psychologisch besonders geeignet, erste konkrete Berührungen der Schülerinnen und Schüler mit der Arbeitswelt zu ermöglichen. Durch gänzlich neue Anforderungen, Erfahrungen und Impulse am außerschulischen Lernort Betrieb sollen vor allem Rollen- und Perspektivenwechsel erlebt werden. Beim Verlassen des gewohnten Tagesrahmens über einen längeren Zeitraum sollen die Jugendlichen sich und andere besser einschätzen lernen sowie mögliche Berührungsängste und Vorurteile abbauen.

Gewohntes intellektuelles Lernen gymnasialen Methoden und Themen wird im Praktikum erfahrbar kontrastiert durch Lernen mit „Herz, Hand und Verstand“ in der betrieblichen Welt.

Im Sinne der genannten Zielsetzung dieser Praktika in Obertertia ist folglich nicht primäre berufliche Orientierung die Lernabsicht. Mithin können die gewünschten Erfahrungen und Anforderungen grundsätzlich in jedem Betrieb erlebt werden. Allerdings sind elterliche Betriebe aus gleichem Grund nicht sinnvoll. Wichtig wäre allerdings schulseitig, dass der gewählte Praktikumsbetrieb im Kreisgebiet liegt, damit wir eine Betreuung der Schüler vor Ortsicherstellen können. Die Damen und Herren des jeweiligen Klassenkollegiums werden ihre Praktikantinnen und Praktikanten während der zwei Wochen einmal im Betrieb aufsuchen.

Sollten Sie ergänzende Fragen zum Praktikum haben, dürfen Sie mich gerne in der Schule anrufen. Das gilt natürlich auch bei Problemen während der Praktika.

Krankmeldungen bitte morgens  an  die Schule und natürlich an den  Betrieb.

Für die beteiligten Schülerinnen und Schüler werde ich nächste Woche eine zentrale Informationsveranstaltung innerhalb des Schulvormittags durchführen.

Ich bitte Sie, nach Möglichkeit Ihrem Kind nicht zu früh bei der Suche und Bewerbung um eine Praktikantenstelle zu helfen. Die Eigenständigkeit der Jugendlichen kann sich so schon in dieser Phase besser entwickeln, wenn Eltern Raum für Initiative lassen. Die Schwierigkeit, einen Praktikumsbetrieb zu finden, ist eine durchaus realistische Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler. Sie müssen lernen, dass sich (leider) nicht immer alle Türen für sie öffnen.

Die jeweilige Deutschlehrkraft der Klasse bespricht mit den Schülerinnen und Schülern alle den geforderten schriftlichen Praktikumsbericht betreffenden Zusammenhänge.

Abschließend wünsche ich Ihren Kindern  zwei ereignisreiche Erfahrungs-Wochen außerhalb des Schulalltags!

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Rosenthal, StD

Koordinator