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Besuch im Klimahaus in Bremerhaven

 

Wir starteten in Bremerhaven und gelangten über eine alte Bahnschiene in die faszinierende Bergwelt der

Schweiz

Ein riesiger Berg mit einem großen Gletscher stellt einen Teil von der Schweiz dar. Ein weiterer, die Schweiz prägender Punkt, sind die Kühe, da in der Schweiz auf den Almen sehr viele Kühe gehalten werden. Außerdem kann man auf dem Berggipfel (gekennzeichnet durch ein Kreuz) in einen Aufnahmeraum gehen, wo man seinen eigenen Jauchzer aufnehmen und hören kann. Denn das sogenannte Jauchzen hat eine sehr lange Tradition in der Schweiz.  In einem anderen  Raum kann  man etwas über Steinschläge in der Schweiz lernen, sich in eine Gondel setzen und noch mehr über dieses Land erfahren. Man muss durch das Innere eines Gletschers gehen, um nach

Sardinien

zu kommen.

Sardinien liegt auf dem achten Längengrad im Mittelmeer vor Italien. Dort herrscht mediterranes Wetter, deshalb ist die Insel bei Urlaubern sehr beliebt. In Sardinien gibt es viele Berge, aber auch große Waldlandschaften mit Eichen- und Kastanienhainen. Diese Waldlandschaften sind aber durch die dort herrschende Trockenheit bedroht. Dadurch gibt es sehr viele Waldbrände. Außerdem haben die Bewohner wenig Wasser zur Verfügung und sind damit auch sehr verschwenderisch. Durch Waldrodung, großen Wasserverbrauch, Umweltverschmutzung und großen CO²- Ausstoß beeinflusst der Mensch den Klimawandel. Das hat zur Folge, dass es in der Region mehr Wald- und Buschbrände, schlechte Ernten, Erdrutsche und Trinkwasserengpässe gibt.

In Zukunft könnte der ungestoppte Klimawandel mehr Hitzewellen, längere Trockenperioden, den Rückgang des Tourismus und die Einwanderung tropischer Fischarten bewirken.

Nun wurde es schon deutlich wärmer, es ging in den

Niger

Zunächst einmal: „Wo liegt Niger?“ Der Staat liegt, wie die bereits zuvor erwähnten Länder, auf dem achten Längengrad. Das Auffälligste an Niger ist unter anderem die Hitze. Im Klimahaus waren es bis zu 37°C in dieser Zone. Etwa 2/3 Nigers sind von der Wüste Sahara bedeckt. Die Landschaft in Niger ist daher sehr sandig, steinig und trocken. Wasser ist eher wenig vorhanden. Die Lebensumstände der Menschen, die dort leben, sind eher schlecht. 61% der Einwohner haben weniger als 1 US $ pro Tag zur Verfügung (0,65 €). Daher hat nur jeder 521. ein Telefon mit Festnetzanschluss und nur jeder 200. ein Handy. Zudem sind die Hütten sehr klein und beengt. Es ist meistens kein Strom vorhanden. Der Großteil der Bevölkerung sind Analphabeten, das heißt sie können nicht lesen und schreiben. Im Großen und Ganzen ist Niger ein sehr warmes, schon fast heißes Land, welches aus unserer Sicht in der Entwicklung zurückgeblieben ist.

Außerdem haben wir im Klimahaus

das afrikanische Land Kamerun

besucht und mehr zur Kultur und Lebensweise der Menschen dort gelernt. Wegen der großen Armut wird dort für so ziemlich alles Geld verlangt. Die Jugend in Kamerun hofft durch Fußball der Armut zu entfliehen, indem sie von europäischen Talentscouts entdeckt wird. Die Gesellschaft wird größtenteils von Männern dominiert, wobei Frauen nur selten wichtige Positionen belegen. Musik ist ein wichtiger Teil der Kultur. Tänze ersetzen Geschichten und geben Kraft und Energie.

 

Und weiter gings in die

 

Antarktis

Im ersten Moment ist das Betreten der antarktischen Welt ein kleiner Schock. Alles ist weiß und – im Klimahaus – aus künstlichem Eis. Bei einer Temperatur von -6°C und Wind ist es ziemlich kalt. Nachdem man die knapp 10 Meter lange Eiswüste durchquert hat, gelangt man in einen Raum, in dem man viele Informationen über die deutsche Forschungsstation (Bild) sammeln kann. In der Mitte der Eiswüste stehen ein Zelt und ein Koffer. Diese sollen die Ausrüstung des Architekten Axel Werner darstellen, welcher für das Klimahaus alle Länder bereiste. Allerdings darf man die komplette Eisfläche nicht betreten. An den Seiten befinden sich große Eiswände. Einige haben sogar Handabdrücke. Pinguine trifft man jedoch nicht an.

Im nächsten Raum findet man eine Kiste mit Packliste und notwendige Dinge, die man zum Überleben in der Antarktis braucht. Außerdem wird ein Film über das Leben in der Forschungsstation gezeigt. Die Wissenschaftler erforschen hier Klimatologie, Meteorologie, Glaziologie, Ozeanographie, Meeresbiologie, Geophysik, Seismologie, Sedimentologie und vieles mehr. Man konnte viel über den Klimawandel und über die Zukunftsaussicht der Antarktis lernen.

Die 6. Station auf dem 8.Längengrad ist

 

Samoa

Samoa ist eine Inselgruppe im Pazifischen Ozean mit ca. 190.000 Einwohnern. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Um die Inseln herum befinden sich viele Korallenriffe und somit auch viele verschiedene Arten von Fischen und Korallen. Doch sind sie stark durch den Klimawandel gefährdet. Die Erwärmung des Wassers überleben die meisten Korallen nicht, sodass sie mit der Zeit aussterben werden. Auch die Inseln sind durch den Klimawandel bedroht. Durch die steigende Temperatur des Wassers können sich sogenannte Zyklon schneller bilden. Die entstandenen Zyklone bzw. Wirbelstürme verwüsten dann die Inseln und  nehmen vielen Menschen das Leben. Auf den Inseln befinden sich große Regenwälder. Die hohen Temperaturen und die feuchte Luft schaffen die perfekten Lebensbedingungen für Amphibien, wie z.B. Schlangen, Leguane,… Die Menschen auf Samoa leben noch sehr altmodisch, sie leben in offenen Holzhäusern mit meist nur einem Zimmer. Die Häuser sind  klein, doch die Familien sehr groß. Die meisten Familien leben in sogenannten Familienclans, in denen der Matai der Häuptling ist. Der Matai wird von allen Einwohnern über 21 Jahren gewählt. Sollte es mehrere Häuptlinge geben, dann steht ein Ali, der Ranghöchste, über ihnen. Für die Samoaner ist die Religion sehr wichtig, sie sehen den Tod als Befreiung und als eine neue Chance auf ein schöneres Leben.

 

Alaska

Unsere Reise führte uns nun nach Alaska in den Ort Gambell auf die einsame Insel St. Lawrence. Dort leben 650 Einwohner, die Siberian Yupik. Die Landschaft dort ist eine baumlose Tundra mit dem bis in die Tiefen gefrorenen Permafrostboden, wo weder Ackerbau noch Viehwirtschaft möglich ist. Die Bewohner sind auf die Jagd und auf den Walfang angewiesen. Die Jagd gehört zu ihrer Kultur. Für den Fall, dass der Walfang untersagt wird, könnte die Tradition nicht weitergeführt werden.  Des Weiteren fangen sie Vögel und Robben. St. Lawrence Island ist ein Paradies für Zugvögel.  Das Wetter in Alaska war stürmisch und nicht allzu kalt, es war also erträglich.

 

Die letzte Station führte uns auf die

 

Hallig Langeneß

Wie auch Alaska, Samoa oder Niger liegt Langeneß auf dem achten Längengrad und befindet sich „direkt vor unserer Haustür“, also vor der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Dort trafen wir Jutta, die uns von ihrer Heimat erzählte. Eine Heimat, die zwar nicht groß ist, aber dafür reich an Leben und Natur. Ein gutes Beispiel dafür ist das Wattenmeer. Mindestens 100 Fischarten sind dort zu finden, wie zum Beispiel der Butterfisch, Steinpicker oder auch die Aalmutter. Fische wie die Flunder oder die Sandgundel ziehen im Herbst ins Wattenmeer. Doch diese Idylle war vor noch 20 Jahren gefährdet. Der Tourismus und Fischfang bedrohte die Tiere, die im Watt und Wattenmeer lebten. Seit 1991 gehört das Wattenmeer, das vor 2000 Jahren nur aus Moor und Marsch bestand, zur UNESCO. Doch auch der Klimawandel hinterlässt seine Spuren! Es werden höhere Temperaturen im Sommer erwartet und stärkerer Niederschlag im Winter als normalerweise. Also, warum dann ans Mittelmeer fahren, wenn man es in ein paar Jahren auch vor der „ eigenen Haustür“ haben kann?

 

Fazit:

Es lohnt sich, das Klimahaus zu besuchen! Man muss zwar damit rechnen, dass man etwas länger fährt, aber wenn man mit Freunden unterwegs ist, vergeht die Zeit schon viel schneller! Und wenn man nicht das Geld für eine Weltreise hat, kann man sich einfach in Bremerhaven auf eine Reise durch die Länder des achten Längengrades  begeben! Und wenn man mal eine Pause braucht, dann lockt das Restaurant „Längengrad”. Und schmecken tut es dort auch!

 

Die Klasse 9c

 

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