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Fortsetzung des Schülerberichts:

Artgerechte Tierhaltung bedeutet, dass die Tiere auch Auslauf auf die Felder bekommen und frische Luft einatmen können. Sie sollten sich auch auf Naturboden laufen und bewegen können, und nicht nur auf Beton stehen. In der freien Natur sollen die Tiere lernen selbständig nach Futter zu suchen oder sich fortzupflanzen. Fühlen sich die Tiere wohl, schmecken die Endprodukte wie Milch, Käse oder Fleisch viel besser. So wird beispielsweise das Fleisch des Rotes Mangalitza Wollschweins auch in dem Restaurant der Arche angeboten und soll sehr gut schmecken.

Als Beispiel für “artgerechte Tierhaltung” konnten wir in der Arche Warder das tolle Schweineland mit einer Größe von ca. 4 Hektar bestaunen. Dort leben 11 Arten sehr seltener und vom Aussterben bedrohter alter Hausschweine, wie z.B. Rotes Mangalitza Wollschwein (gefährdet, stammt aus Ungarn), Rotbuntes Husumer Schwein (extrem gefährdet, stammt aus Husum), Buntes Bentheimer Schwein (extrem gefährdet, stammt aus Bentheim) und das Angler Sattelschwein (gefährdet, stammt aus Angeln S-H). In der Arche Warder leben alle Schweine draußen. Es sind auch Spielmöglichkeiten wie Äste, Steine, Wasserpfützen und Kieselsteine vorhanden. In der Freihaltung können sich die Schweine abkühlen in dem sie in den Wasserpfützen suhlen. In der Masthaltung sorgt nur einen Klimaanlage für den Luftwechsel. In Freilandhaltung bzw. in der Arche bekommen die Sauen ca. 10 Ferkel 1-2 mal im Jahr. In der Massentierhaltung ferkeln die Sauen dagegen ca. 8-9 mal im Jahr.

Hiernach gingen wir in das Steinzeitdorf. Dort war es sehr spannend zu sehen, wie die Menschen früher in den Lehmhäusern gelebt und gearbeitet haben. Wir konnten sehen, dass sie mit ihren Haustiertieren sehr eng zusammenlebten.

Nach dem Steinzeitdorf haben wir uns noch gemeinsam die Ausstellung “Der Mensch und seine Haustiere” im Haus der Natur angesehen. Alle Haus- oder Nutztiere haben Wildtiere als Vorfahren. So entstand aus dem Wolf der Hund, aus dem Mufflon das Scharf, aus dem Auerochse das Rind, aus der Bezoarziege die Hausziege und aus dem Wildschwein das Hausschwein. Dieser Prozess der Zucht durch Auslese wird als Domestikation bezeichnet. Die Haustiere spielen eine Bedeutende Rolle in der Geschichte der Menschheit. Ohne sie wäre die Entstehung großer bedeutender Kulturen nicht denkbar. Haustiere liefern Fleisch und Schlachtproduckte wie Fell und Knochensehen und Leder. Sie können jedoch, anders als Jagdbeute, auch lebend genutzt werden.

Danach durften wir selbständig auf dem Gelände in kleinen Gruppen herumgehen und uns alles anschauen.

Es war ein aufregender Tag, an dem wir viele neue Dinge entdeckten und auch vieles lernen durften.