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Die Skifahrt der 7. Klassen nach Mitterfirmiansreut

Die Skifahrt der 7. Klassen nach Mitterfirmiansreut

Die Klassen 7d und 7a fuhren am 1.2.2015 mit dem Bus auf Klassenfahrt nach Mitterfirmiansreut, um dort bis zum 6.2.2015 Skifahren zu lernen.
Der Tagesablauf auf der Klassenfahrt war wie folgt: Um 7:00 Uhr wurden die Schüler und Schülerinnen von den Jungen geweckt, die einen Wecker  in ihrem Zimmer hatten. Dann zogen sich alle gemütliche Sachen an und der Frühstücksdienst ging um 7:30 Uhr nach unten in die Küche, um Frühstück zu machen. Zum Frühstück gab es Brötchen, Salami, Schinken, Butter, Margarine, Marmelade und viel anderes an leckerem Aufschnitt und Getränken. Um 8:00 Uhr durfte dann endlich gespeist werden. Im Anschluss daran durften sich alle Schülerinnen und Schüler ihre Handys nehmen, die am Abend davor eingesammelt worden waren. Danach  machte der Frühstücksdienst die Küche und den Speisesaal sauber und durfte nach dieser Tätigkeit auch nach oben gehen und ein bisschen entspannen.

Gegen  9:00 Uhr machten sich die angehenden Skifahrer fertig für den Skiunterricht. Um 9:45 Uhr war es dann soweit, die Skilehrer trafen ein. Da diese sich meistens noch mit Herrn Schopf unterhielten, machten die meisten Skifahrer noch eine Schneeballschlacht vor der Hütte, in der wir wohnten. Wenn die Männer um 10:00 Uhr mit ihrer Unterhaltung fertig waren, stand dem Skifahren nichts mehr im Wege und wir gingen mit ihnen zur Piste, je nach Können zu einer schwierigeren oder einer leichteren Piste. Dann fuhren wir bis 12:00 Uhr auf der jeweiligen Piste und gingen für die Mittagspause bis 13:00 Uhr zur Hütte zurück, um etwas wie zum Beispiel Essen vom Vortag oder Joghurts zu essen, weil man ja auch für die nächste Skieinheit von 13:00 bis 15:00 Uhr gestärkt sein musste. Wenn dann später alle Skifahrer von ihrer Einheit zurückkamen, legten sich alle hin, um ein bisschen mit den Handys zu spielen. Später unterhielten sich manche auch im Sockenraum oder in den Zimmern oder sie spielten Spiele wie zum Beispiel Monopoly.

Um 17:30 Uhr ging der Küchendienst des jeweiligen Tages in die Küche und bereitet das Essen vor. Meistens war dann eine halbe Stunde später das Essen fertig und alle fingen an zu speisen. Ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde später waren alle fertig mit dem Essen und gingen nach oben. Der Küchendienst musste dann noch den Abwasch der Mittagspause und des Abendessens sauber machen. In den Zimmern und im Sockenraum spielten wieder alle Skifahrer.

Um 21:30 Uhr trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7d und 7a im Sockenraum für ein paar Ansprachen der Lehrer. Nachfolgend gingen die Schülerinnen und Schüler nach oben, um sich bettfertig zu machen. Daraufhin kam Frau Ahlmann-Eltze, um die Handys einzusammeln und um in dem jeweiligen Zimmer eine Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen. Am Ende dieser Woche konnten viele Schülerinnen und Schüler Skifahren.

Philipp, 7d

Zwei persönlich gefärbte Schilderungen:

Die schwarze Piste

Es war ein wundervoller Donnerstag Anfang Februar in Mitterfirmiansreut. Ich hatte ausgeschlafen und gut gefrühstückt. Die Sonne schien ununterbrochen auf die mit Schnee bedeckten Berge. Auf dem Plan stand natürlich wieder das Skifahren. Lasse, Tobi, Laura, Fredi und ich fuhren ausgelassen hintereinander her und genossen den letzten Tag auf der Piste in vollen Zügen.

Ich träumte so vor mich hin, als ich Herrn Schopf sagen hörte: „Heute fahren wir die schwarze Piste“. Es war, als stünde die Zeit still. Ich stand am Hang und las ein Schild mit der Aufschrift 90% Gefälle. Ich raunte Tobi zu: „Diese Abfahrt wird bestimmt die Hölle“. „Glaube ich auch“, presste er mir zwischen den klappernden Zähnen hindurch zu. Die Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben. Herr Schopf, Lasse, Laura, Fredi und Tobi fuhren nacheinander los.

Diese Piste hinunterzufahren sah eigentlich ganz einfach aus. Nun war ich an der Reihe. Ich fuhr los. War wirklich easy, doch auf einmal ging alles schief. Ich verlor die Kontrolle über meine Skier und raste quer über die Piste. Ich konnte nicht stoppen, sondern wurde immer schneller und schließlich fuhr in den rechts von der Piste liegenden Wald. Im Wald griffen die Äste nach mir wie Arme und zerkratzten mein Gesicht wie die Krallen einer Katze. Wie aus dem Nichts tauchte vor mir ein Baum auf; Zack, ausgewichen. Doch da waren plötzlich Hubbel. Ein Ski löste sich aus der Bindung und schon hatte die Erdanziehungskraft zugeschlagen. Mein Gesicht arbeitete sich brutal in den Schnee hinein. Die Angst durchzog meinen Körper. Lebe ich noch? Wenn ja, sind alle Körperteile noch da, wo sie hingehören bzw. sind sie noch ganz? Diese und noch mehr Gedanken fuhren in meinem Kopf Achterbahn, bis ich die Stimme von Herrn Schopf hörte: „Tom! Tom ist alles ok?“ Ich stand auf, ordnete meine Gliedmaßen und stellte fest, dass ich noch ganz war. Dann antwortete ich: „Ja, alles ok“. Langsam fuhr ich wieder zurück zur Gruppe auf die Piste. Die Piste lief nun flach aus. Es war nur ein kurzes steiles Stück gewesen. Die restliche Abfahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle. Es war ein Supertag zum Skifahren.

Tom, 7d

Verschollen im Wald

„Guten Morgen Kinder, aufstehen!“, hörte ich Frau Ahlmann-Eltze, unsere Klassenmutti, rufen. Endlich, dachte ich mir. Ich hatte sehr schlecht geschlafen und war froh, dass die Nacht zu Ende war. Ich versuchte mich an meinen Traum zu erinnern, während die anderen sich schon in die Klamotten warfen. Plötzlich fiel mir mein Traum wieder ein. Ich hatte geträumt, dass ich meine Skikünste deutlich überschätzt habe. Ich war ganz alleine im Wald auf der roten Piste. Ich war verwirrt, alleine, war voller Angst und dann fiel und fiel ich. Ich stürzte immer tiefer in die Waldschlucht und plötzlich stand der sonst so niedliche Bär von Bärenmarke vor mir. Er hatte sich in ein riesiges Monster verwandelt. Dann riss Merel mich aus meinem Träumen: „Piaaaa, beeil dich mal, es gibt gleich Frühstück.“ Kurz dachte ich noch drüber nach, wie das Ende wohl ausgegangen wäre, aber dann verdrängte ich alles. Schließlich hatte ich einen „Bärenhunger“. Beim Frühstück war der ganze Albtraum längst Geschichte. Ich hatte ihn vergessen, doch das sollte nicht so bleiben!

Meine Gruppe traf sich. Sie bestand aus: Merel, Larissa, Özcan, Malik, Jule, Nina, Benedikt, Linda, Stolley und mir. Es war der letzte Tag, aber auch der Tag mit dem schlechtesten, kältesten und windigsten Wetter. Trotzdem brachte das Skifahren wieder eine Menge Spaß. Die ersten Vormittagsstunden waren richtig schnell vergangen. Wir gingen zurück auf die Hütte, wärmten uns auf , und nach kurzer Zeit ging es auch schon wieder los. Unsere Gruppe fuhr zurück zur roten Piste. Frau Plodzien machte den Vorschlag: „Zum Aufwärmen fahren wir bis zum Anfang des kleinen Waldweges. Wir treffen uns dann alle am knallgrünem Schild!“ Als alle sicher am Treffpunkt angekommen waren, gab unsere Anführerin die nächste Marschroute aus: „So, jetzt seid ihr alle warm,  jetzt fahren wir die „Todespiste“ runter. Linda, du bist der *Lumpensammler. Bis gleich!“ Mein Atem stockte. Wir waren zwar schon oft diese Strecke gefahren, aber heute kam sie mir richtig gruselig vor. Kurz überlegte ich, warum… ach ja, mein Traum. Ich versuchte ihn zu verdrängen, aber es war schwierig. Langsam fuhr ich an und wurde immer schneller. Mit wackeligen und zittrigen Beinen fuhr ich den kleinen Waldweg herunter. Als ich es endlich an den Rand der roten Piste geschafft hatte, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Da ich eine der ersten war, warteten wir auf die anderen. Nach und nach trudelten alle ein. Alle? Nein, nicht alle. Eine fehlte …LINDA! Frau Plodzien sah uns erschrocken an: „Weiß jemand von euch, wo Linda abgeblieben ist?“, fragte sie beunruhigt. Eine gefühlte Unendlichkeit standen wir in der Gruppe zusammen, keiner sagte etwas. Dann machte sich unsere Anführerin auf und stampfte dann den Berg hoch. Wir sahen ihr an, wie besorgt sie war.  Ich zitterte. Von weitem konnten wir beobachten, dass sie ein paar Leute fragte, ob diese Linda gesehen hätten, die Antwort verstanden wir leider nicht. Sie verschwand im Wald. Eine gefühlte Ewigkeit war sie weg. Auf einmal kamen mehrere Leute aus dem Wald geschossen. Waren Frau Plodzien und Linda auch darunter? Die Gestalten kamen immer näher und dann…wir erkannten unsere Chefin. Alle standen stocksteif, wo war Linda? Doch da kam auch sie aus dem Waldweg.  Die Erleichterung merkte ich der Gruppe an. Als wir dann alle wieder am Lift angekommen waren, fragte ich Linda, was passiert sei. Sie erzählte mir, dass sie von der Piste abgekommen und den Abhang hinuntergefallen war. Wieder zuckte ich innerlich zusammen. „Zum Glück ist alles gut gegangen, ich hatte ziemliche Angst“, sprach sie leise zu mir. Ich fühlte mich, als wäre ich den Abhang mit Vollgas abgefahren. Ja, sagte ich: „Zum Glück ist dir nichts passiert, ich weiß wirklich, wie du dich fühlst.“ So endete unserer letzter Skitag. Schade, dass es morgen schon wieder nach Hause geht. Es hat richtig Spaß gemacht!

*Lumpensammler = ist die Person die immer ganz hinten fahren muss

Pia, 7d

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