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Bundesfinale “Jugend trainiert für Olympia”

 

Berlin war trotzdem eine Reise wert!

„Nicht ernsthaft, oder?! Da passen wir doch niemals alle rein!“ So ging für uns der spannende Teil der Fahrt nach Berlin los. Der ICE ab Hamburg, mit den für uns reservierten Plätzen, war defekt und wurde durch einen deutlich kürzeren IC ersetzt. Es wurde gestopft und geschoben, bis alle Reisenden tatsächlich irgendwie im Zug waren. Obwohl unsere Mannschaft, etwas auseinandergerissen,  mit ca. 15 weiteren Personen zwischen Koffern und Taschen im Flur auf dem Boden saß, hatten wir dennoch viel Spaß.

Alle waren überwältigt, als wir gegen Nachmittag in Berlin ankamen und mit uns 4000 andere Schulsportler aus ganz Deutschland.  Im weiteren Verlauf sollte sich dann herausstellen, dass wir an diesem Tag nicht ganz so viel Glück hatten. Der uns angegebene Bus fuhr am Sonntag überhaupt nicht und wir mussten mit dem ganzen Gepäck nochmals wieder die Haltestelle wechseln. Nach einem Zwischenstück mit der U-Bahn hatte es auf der nächsten U-Bahnstrecke einen Unfall gegeben und erneut mussten wir unsere Fahrstrecke ändern. Zu guter Letzt hatte uns die zuständige Organisation noch die falsche Hausnummer unseres Hotels mitgeteilt. Die Erleichterung war groß, als wir dann endlich mit unseren schweren Koffern doch vor Ort ankamen und in unsere Zimmer konnten.

Der nächste Morgen fing mit viel Aufregung vor dem großen Wettkampf an. Letztendlich hat sich die Aufregung dann aber doch für alle gelohnt. Die Disziplinen 75 m, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoß und 800 m konnten auf einem ähnlichen Niveau wie zur Landesmeisterschaft absolviert werden. Die Ballwerferinnen wuchsen an diesem Tag sogar über sich hinaus. Mit den Weiten 54 m, 51 m und 49 m waren sie das drittstärkste Wurfteam aller angetretenen 16 Schulen. So weit, so gut. In der abschließenden 4 x 75 m Staffel wollten wir den guten, bis dahin erreichte, 11. Gesamtplatz absichern. Doch alles kam ganz anders. Sagen wir mal so, bei den Staffelläuferinnen gab es ein paar Kommunikationsprobleme und letztendlich wurden sowohl unsere 1. Staffel, wie auch unsere 2. Staffel disqualifiziert, was dazu führte, dass es damit nur noch für den 15. Gesamtplatz reichte. Am Abend war die Stimmung dadurch schon ein bisschen gedrückt, obwohl wir den gesamten Wettkampftag im Stadion, bei herrlichem Wetter, sehr genossen haben.

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Am nächsten Morgen machten wir uns gestärkt und wieder gut gelaunt auf den Weg zur Innenstadt. Nachdem wir dort zwei Stunden verbracht hatten, fuhren wir mit der U-Bahn weiter zur „Mall of Berlin“ am Potsdamer Platz. Dort hatten wir viel Spaß auf einer Rutsche vom 3. Stock ins Erdgeschoss. Gegen 17.00 Uhr kamen wir dann in der Landesvertretung von Schleswig-Holstein an. Nach einem netten Empfang waren wir dort zu einem sehr leckeren Essen eingeladen. Außerdem erhielt jede Mannschaft ein Teammaskottchen. Auf dem Rückweg mit der U-Bahn zu unserem Hotel sangen wir die ganze Zeit „Ich bin ein Dorfkind und darauf bin ich stolz“, was später zu unserem Lied der Berlinfahrt werden sollte. An diesem Abend war die Stimmung besonders ausgelassen. In Erinnerung an die Geschehnisse des Vortages wurde das neue Teammaskottchen auf den Namen “Wechselfehler” getauft.

Am Mittwoch war dann Sightseeing auf der Tagesordnung und am Abend folgte schon die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle mit Siegerehrungen, kleinen Showeinlagen und einer Disco. Gegen 23.45 Uhr waren wir an diesem Abend wieder im Hotel und fielen todmüde in unsere Betten.

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Trotzdem hieß es am Donnerstagmorgen früh aufstehen, damit die Koffer fertig gepackt werden konnten und wir rechtzeitig zur Abreise zum Bahnhof kamen. Diesmal hofften wir auch auf den regulären Zug, in dem unsere Plätze reserviert waren und wir somit nicht wieder auf dem Boden sitzen mussten. Es klappte tatsächlich, was zu einer entspannten Rückfahrt beitrug.

Allgemein war es eine tolle Reise! Wir sind als Team extrem zusammengewachsen, es wurden neue Freundschaften geschlossen, neue Wettkampferfahrungen gesammelt, eine neue Stadt kennengelernt und vor allem sind wir extrem motiviert, nächstes Jahr wieder unser Bestes zu geben, um Schleswig-Holstein und unsere Schule erneut in Berlin vertreten zu dürfen.

Nele Hahn, Anna-Katharina Oldach, Berit Schlegel & Leona Staar

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