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Fridays for Future

 

Ein Gespräch dazu mit unserem Schulleiter Herrn Knoop

 

Angesichts der Proteste gegen den Kohleausstieg, die unter den Namen ,,FridaysForFuture (FFF)“ viral bekannt wurden, haben wir ein Interview mit unserem Schulleiter Herrn Knoop geführt. Die von der Schwedin Greta Thunberg ins Leben gerufene Bewegung sorgt dafür, dass auch bei uns in Schleswig-Holstein an Freitagen Schüler und Schülerinnen während der Schulzeit auf der Straße und an den Schulen demonstrierten. Aufgrund dieser umstrittenen Maßnahme ist unser Schulleiter verpflichtet, dazu Stellung zu beziehen. Welche Konsequenzen Herr Knoop erwägt und wie er persönlich dazu steht, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

,, Was halten Sie persönlich von FFF?“

Klimaschutz ist ein sehr umfangreiches und komplexes Thema, das uns alle angeht. Daher finde ich es gut, dass ich unsere Schülerinnen und Schüler so sehr engagieren. 

 

,,Finden Sie die Umsetzung der Aktion gut?“

An sich ist es sehr gut und auch an der Zeit, ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Es sollte jedoch eine Lösung gefunden werden, bei der Schülerinnen und Schüler keinen Unterrichtsstoff verpassen. Auf Dauer ist also die Art, wie momentan diese Demonstrationen durchgeführt werden, keine Lösung, vielmehr sollten Schule und Umweltschutz unter einen Hut gebracht werden.

 

,,Wie war die Reaktion der Lehrer zu dieser Aktion?“

Auch die Reaktion der Kolleginnen und Kollegen war grundsätzlich positiv. Da sie jedoch im Schulstoff vorankommen müssen, gilt ihre Sorge natürlich den Schülerinnen und Schülern, die versäumten Unterrichtsstoff ggf. nur unter Schwierigkeiten nachholen können.

 

,,Wie sieht es aus mit den Schülern/Innen, die noch der Schulpflicht unterliegen die bis Klasse 9 gilt?“

Hier muss auf jeden Fall ein Gespräch mit den betreffenden Schülerinnen und Schülern geführt werden.

 

,,Missbilligungen, Ja oder Nein?“

Vorerst will ich keine Missbilligungen ausstellen, da ich den Schülern vertraue und davon ausgehe, dass keine Schülerin und kein Schüler zu oft fehlen wird. Jedoch müssen Lösungen gefunden werden, um auch für die Zukunft vorzusorgen. Ein Beispiel für eine Lösung wäre auf jeden Fall, eine AG zu gründen, bei der sich die Schüler freiwillig und mit voller Überzeugung für das Thema Klimaschutz einsetzen können. Zudem wird es am 25. Juni 2019 einen Projekttag an unserer Schule geben, der sich mit den Themen Klimaschutz und Umwelt befasst. Außerdem werde ich nicht versuchen, das Problem allein zu lösen, sondern mich mit den Schulleiterkollegen und -kolleginnen aus Rendsburg zusammensetze.

 

,,Wie denken Sie, wird die Zukunft dieser Bewegung aussehen?“

Viele mögen erwarten, dass diese Bewegung mit der Zeit deutlich an Popularität verlieren wird. Allerdings wird das Thema, unabhängig davon, wie populär diese Bewegung bleiben wird, nicht an Brisanz verlieren. Deutschland ist wie alle anderen Ländern aufgefordert, etwas zu tun und jetzt zu handeln. Jedoch wird das Thema somit nicht in Vergessenheit geraten und ganz Deutschland sei dazu gezwungen, etwas zu tun und jetzt zu handeln. Hier am Kronwerk werden die erwähnte AG zum Thema, außerdem der Projekttag am Ende des Schuljahres sowie ein speziell von der Schulleitung organisierter Tag, an dem Q1 und Q2 gemeinsam Müll sammeln und sachgerecht entsorgen, helfen das nötige Bewusstsein zu schaffen.

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