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Am 9. September besuchte der HISTORIA-Kurs (8. Jg.) von Herrn Schwieger die Ausstellung „Deine Anne“ in der Kieler Nikolaikirche. An verschiedenen Schautafeln ließen wir uns dort zwei Stunden lang das Schicksal der Anne Frank erzählen. 
Anne war ein jüdisches Mädchen, das zusammen mit ihrer Familie 1933/34 aus Frankfurt am Main in das vermeintlich sichere Amsterdam geflohen ist. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 fühlten sie sich – zu Recht! – in Deutschland nicht mehr sicher und hoffte, in Amsterdam ungestört leben zu können. Als aber die deutsche Wehrmacht 1940 die Niederlande überfiel und besetzte, saß die Familie Frank in der Falle. 1942 versteckte sie sich in einem Hinterhaus, wo sie zusammen mit einer anderen Familie und einem befreundeten Arzt mehr als zwei Jahre ausharrte – von mutigen Helfern mit allem Lebensnotwendigen versorgt. In dieser Zeit schrieb Anne ein Tagebuch, in dem sie ihre Erlebnisse in dem Hinterhaus und ihre Gefühle verarbeitete. 1944 wurde das Versteck entdeckt. Die acht Untergetauchten wurden in verschiedene Konzentrationslager gebracht, wo sie in den nächsten Monaten allesamt ermordet wurden bzw. an Unterernährung, Erschöpfung oder an einer Krankheit starben. Allein Annes Vater Otto Frank überlebte das Grauen, kehrte nach dem Krieg nach Amsterdam zurück – und entdeckte dort das Tagebuch seiner Tochter, das er 1947 zunächst auf Holländisch veröffentlichte. In den nächsten Jahren wurde Annes Tagebuch in über 70 Sprachen übersetzt und zu einem der meist gelesenen Bücher der Welt. Anne selbst starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen (zwischen Hamburg und Hannover), etwa drei Monate vor ihrem 16. Geburtstag.
 

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