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Velkommen til Aalborg

Nach dem erfolgreichen Beginn unserer neuen Schulpartnerschaft  mit der „Katedralskolen“ in Aalborg vor einem Jahr machte sich dieses Jahr die Q1a auf den Weg gen Norden, um die „danske sprog og kultur“ kennenzulernen.
Nach einer sehr herzlichen Begrüßung in der Schule stand man seinem neuen Austauschpartner, den man bisher nur aus einigen Mails oder Facebook-Kontakten kannte, leibhaftig gegenüber und musste nun Konversation machen. Einige Dänen wechselten schnell ins vertraute Englisch, einige übten sich mutig im Gebrauch der deutschen Sprache, aber alle waren hochmotiviert, sich als „Risikoträger“, wie unsere dänische Partnerlehrerin Rikke in ihrer kleinen Begrüßungsansprache hervorhob, in einer Fremdsprache mit uns zu verständigen und ohne Rücksicht auf Fehler oder eventuelle Peinlichkeiten Gesprächsanlässe zu nutzen und Englisch- oder Deutschkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.

In den fünf Tagen  erwartete uns ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Programm: Zunächst stärkten wir uns bei einem Imbiss, bevor wir die Schule kennenlernten und  zur Stadterkundung aufbrachen. Am Dienstag ging es zur Nordküste Dänemarks in die Wanderdünen von Rubjerg Knude , in die große Wanderdüne an der Küste von Lönstrup und zum Zusammenfluss von Nord- und Ostsee in Grenen, wo ein Mutiger sich barfuß ins 4-5 Grad kalte Wasser wagte – einen Fuß in der Nordsee, den anderen in der Ostsee. Nach einem Rundgang in Skagen wärmten sich viele in einem der gemütlichen Cafés auf, bevor es zurück nach Aalborg und in die Familien ging. Am nächsten Tag  war Schulunterricht angesagt – vier Stunden lang wurden wir  als Sprech- und Sprachpartner in den Deutschklassen eingesetzt. Wir staunten über den gelassenen Umgang der Lehrer und Schüler miteinander und vor allem über den selbstverständlichen und reibungslosen Einsatz der modernen Medien – alle Schüler haben ihre Lehrwerke und Lexika online  auf ihren eigenen Laptops, verschicken ihre Unterrichtsergebnisse während der Stunde oder von zu Hause per mail oder SMS an ihre Lehrer und bekommen postwendend Rückmeldung auf ihre Arbeitsergebnisse. Nachmittags besuchten wir das sehr moderne und interessante Kunstmuseum (wo sich mehrfach die Frage aufdrängte: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ bzw. die Einschätzung aufkam, so etwas könne man ja wohl selber auch), und jeder überlegte sich, welches Kunstwerk er sich am liebsten kaufen bzw. mit Sicherheit nicht aufhängen würde.
Donnerstag besichtigten wir den Hafen mit den Kühlkammern für die Lebensmittel, die bei 4 bzw. minus 23 Grad gelagert werden, bevor sie nach Grönland verschifft werden. Da fühlten wir  uns richtig auf Eis gelegt und waren froh, nach wenigen Minuten wieder an der frischen Luft bei 4-6 Grad zu sein, was uns erheblich wärmer erschien als noch kurz zuvor. Nach einem kurzen Besuch bei den Grönlandschiffen  ging es zurück nach Aalborg zur individuellen Erkundung der Stadt und der ökonomischen Schönheiten Aalborgs. Abends wurden wir von unseren Austauschpartnern mit  einem dänischen Spezialitätenbuffet versorgt, und wir verbrachten einen sehr unterhaltsamen deutsch-dänischen Freundschaftsabend mit unseren Gasteltern  und Partnerschülern. Auch hier zeigte sich wieder die technische Überlegenheit der Dänen: Wir machten ein kleines Rendsburg- und Deutschlandquiz – wie gewohnt mit Papier und Stift sowie anschließender mündlicher Auswertung, die Dänen hatten ein kahoot, also ein interaktives Quiztool genutzt. Die Fragen wurden von der Lehrkraft mittels Beamer an der Wand präsentiert, und wir alle konnten mittels eines dänischen Handys aus vier Möglichkeiten die hoffentlich richtige auswählen und unser Ergebnis sofort auf der Leinwand sehen. Belohnt wurden dabei sowohl Schnellig- als auch Richtigkeit.
Am nächsten Tag  ging es nach fünf erfüllten Tagen zurück nach Hause.

Uns alle hat neben dem tollen Programm die nette und offene Atmosphäre in Familie und Schule und die unkomplizierte und zugewandte Art unserer Gastgeber, deren gute und sehr gute Deutschkenntnisse uns das Einleben sehr leicht gemacht haben,  ebenso wie die Gelassenheit und der partnerschaftliche Umgang von Lehrern und Schülern und vor allem der selbstverständliche Einsatz von Computern im Unterricht sehr beeindruckt.

Jetzt sind wir Ende Mai dran, uns mit einem tollen Programm und ebenso herzlicher wie persönlicher Betreuung  bei unseren Austauschpartnern zu revanchieren.

 

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