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WIPO-Planspiel POL&IS (Politik & Internationale Sicherheit) 2016:

Die POL&IS-Welt ist voller Konflikte und Handlungsbedarf für die Politiker der 11 Regionen.

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Das Spielfeld der POL&IS-Welt

„Der nordamerikanische Staatsminister setzt chemische Waffen im Kampf gegen den IS ein.“ Diese Nachricht stammte zum Glück nicht aus einer aktuellen Zeitung, sondern aus der POL&IS-Simulation, an der Schüler der Q1- und Q2-Klassen Anfang der Woche teilnahmen –  Politikunterricht einmal ganz anders!

Eine Planspiel-Kooperation zwischen den Fachschaften Wirtschaft/Politik (Herr Rosenthal) und Geographie (Frau Siemer) sowie Jugendoffizieren der Bundeswehr (Kapitänleutnant Stockfisch und Hauptmann Plundke) vermittelte  einer Gruppe von 43 Kronwerk-Schülerinnen und Schülern diese besondere Erfahrung. Während der Planspieleinweisung an unserer Schule hatte jeder schon seine weltpolitische Rolle zugeordnet bekommen:  Somit wurden die verschiedenen Regionen wie z.B. USA, Europa, Ozeanien, Arabien mit jeweils einem Regierungschef, der gleichzeitig Umweltminister war, sowie Wirtschaftsminister und Staatsminister besetzt. Zusätzlich gab es noch die überregionalen Organisationen, wie UN-Generalsekretär, Weltpresse, Weltbank und NGOs (Greenpeace, Amnesty), denen drei Schülerinnen zugeordnet wurden. Die überregionalen Organisationen durften sich während des Spieles frei in den Räumen bewegen, um an möglichst viele Information aus den jeweiligen Regionen zu gelangen.

Drei Tage bzw. vier POL&IS-Jahre lang durften wir dann, untergebracht im Marinestützpunkt Kiel, die Weltpolitik gestalten. Wie vorher aufgeteilt in elf Nationen, NGO’s, UN-Generalsekretariat, Weltbank und Presse, arbeiteten wir an der Weltkarte und handelten an der Börse. Dabei verkalkulierte sich der eine oder andere auch mal. So mussten erst die russischen Bürger von der UN-Generalversammlung vor dem Hungertod gerettet werden, kurze Zeit später stand Nordamerika vor der Staatspleite. Aber nicht nur an der Börse kam es zu brenzligen Situationen. Nordamerika stationierte Atomwaffen vor der chinesischen Küste und nutzte seine chemischen Waffen im Kampf gegen den IS in Syrien, worauf die internationale Gemeinschaft mit einer Aufkündigung aller Verträge mit Nordamerika reagierte.

Trotz derartiger Vorfälle vergaßen die Staatsminister ihre eigentliche Aufgabe nicht und bekämpften gemeinsam Piraterie, Terrorismus und Guerillatruppen. Europa hatte vor allem mit Flüchtlingsströmen zu kämpfen. Dieses Problem wurde aber mit einem ausgefeilten Integrationsprogramm angegangen. Vielleicht auch ein Ansatz für die reale Politik. Aber auch die Regierungschefs waren fleißig, ihre Aufgabe war es unter anderem politische Programme zu schreiben, um auf die jeweiligen aktuellen Probleme ihres Landes zu reagieren. Diese wurden zu Beginn eines Jahres durch eine Tagesschau verkündet. Dabei entstanden Programme wie „America does sport“, das der Fettleibigkeit den Kampf ansagte, oder das arabische Programm „Allahs Wille“, welches die Bürger dazu anhielt, den öffentlichen Nahverkehr stärker zu nutzen.

Während wir handelten, Landstreitkräfte versetzten und versuchten, dem globalen Müllberg Herr zu werden, vergingen die drei Tage schneller als gedacht, und nachdem das vierte Polis-Jahr gespielt war, ging es am Mittwoch zurück zum Kronwerk.

Der Ausflug in die internationale Politik hat Spaß gemacht und gezeigt, wie sich die Entscheidungen eines einzelnen Staates auf die gesamte Welt auswirken und wie anstrengend das für die Politiker der Welt werden kann.

Text: Janika Schönbach, Q 2 c / Rainer Rosenthal, Koordinator / Foto: Maja Siemer

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Das Kronwerk-POL&IS-Team 2016

Bildseite zu POLIS 2016

Schüler-Berichte zu POLIS 2012 und 2007

Geschichte der Simulation

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