Logo Rendsburg Logo Logo

Wochenstundenzahl

Die Anzahl der Unterrichtsstunden in den einzelnen Jahrgängen richtet sich nach der landesweit gültigen Kontingentstundentafel. Sie beträgt in den Jahrgängen 5 und 6 insgesamt 63 Unterrichtsstunden, die sich bei uns in der Regel wie folgt verteilen: In der 5. Klasse unterrichten wir 30 Wochenstunden (5 Tage à 6 Stunden), in der 6. Klasse 33 Wochenstunden (3 x 7 und 2 x 6 Stunden).

Keine langen Tage mehr in der Sekundarstufe I seit dem Schuljahr 2012/13

Als G8 eingeführt wurde,  stellte sich uns die Frage, wie wir die verbindlich in der Kontingentstundentafel festgelegten Wochenstundenzahlen von 33 (in der 6.  bis 8. Klasse) bzw. 34 (in der 9. Klasse) so verteilen, dass die Belastung für unsere Schülerinnen und Schüler in einem möglichst geringen Rahmen bleibt. Weder Eltern noch Kolleginnen/Kollegen hatten Erfahrungen mit nachmittäglichem Unterricht in der Sekundarstufe I. So haben wir gern den Vorschlag einiger Eltern aufgenommen, den Nachmittagsunterricht auf möglichst nur einen, höchstens zwei Nachmittage zu begrenzen. Allerdings haben sich im Verlauf der vergangenen Jahre Nachteile dieser Stundenpläne gezeigt, die wir nicht einfach ignorieren können:

  • Die Kinder sind nachmittags nicht annähernd so aufnahmefähig wie morgens – je später der Unterricht, desto größer der Konzentrationsschwund und die Unlust am Lernen. Manchen Kindern standen diese langen Tage regelrecht bevor, ihnen grauste es vor dem Wochentag mit Nachmittagsunterricht und sie waren dann heilfroh, wenn sie ihn hinter sich hatten. Ihre Arbeitszeit an solchen Tagen war zum Teil länger als die erwachsener Arbeitnehmer.
  • Vom langen Tag auf den nächsten Tag konnten Lehrer dann nicht auch noch Hausaufgaben aufgeben – natürlich eine sinnvolle Regel, aber dadurch fehlte das selbständige Nacharbeiten/Einüben des durchgenommenen Unterrichtsstoffs durch die Kinder am Nachmittag.

Beide Punkte zusammen bewirkten nach unserer Beobachtung, dass man in den Fächern, deren Stunden am Nachmittag lagen, übers Schuljahr regelrecht in Rückstand kam. Gerade in den G8-Klassen ist das bedenklich.

Zusätzlich machten wir die Erfahrung, dass unsere Arbeitsgemeinschaften, die klassenübergreifend arbeiten, deutlichen Mitgliederschwund hatten, weil man keinen Nachmittag mehr fand, an dem alle Interessierten aus verschiedenen Klassen keinen Unterricht und damit frei hatten. Die Arbeitsgemeinschaften sind aber ein pädagogisch wichtiger und wertvoller Teil unseres Schullebens.

Gleiches berichteten auch Sportvereine, Musikschulen usw. Es war für sie kaum noch möglich, Termine anzubieten, an denen alle Kinder, die an Freizeitaktivitäten innerhalb dieses Rahmens interessiert waren, auch frei hatten.

Aus all diesen Gründen entschlossen wir uns zu Beginn des Schuljahres 2012/13, eine andere Variante der Stundenverteilung umzusetzen. Jetzt haben alle Schülerinnen und Schüler von der 6. bis zur 9. Klasse einschließlich verlässlich um 14.00 Uhr Schulschluss. Wir beobachten, dass die siebte Unterrichtsstunde nach der Mittagspause ähnlich effektiv zum Lernen genutzt werden kann wie eine Stunde während des frühen Vormittags. Wir freuen uns darüber, dass die Pausenhöfe und die Schule während der Mittagspause von fröhlichen Kindern gefüllt ist – und nicht nur von ganz wenigen, deren Gesichtern man ansieht, dass  sie diejenigen sind, die an diesem Tag leider mit dem langen Tag dran sind. Von einigen Schülerinnen/Schülern haben wir auch Rückmeldung bekommen, dass sie nun endlich wieder mit ihrem Sporttraining anfangen konnten, was vorher durch die wechselnden langen Tage zeitlich nie gepasst hat.