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Vom 14. bis zum 16. Februar 2018 fand das alljährliche Polis-Planspiel in Schönhagen an der Ostsee mit 37 Schülerinnen und Schülern des Gymnasium Kronwerk statt, welches von Frau Siemer und Herrn Faber organisiert wurde. Geleitet wurde die Simulation von den Bundeswehroffizieren Max Eigen und Erik Thiele, welche uns jederzeit für Fragen zur Verfügung standen.
Die Schülerinnen und Schüler des Q2-Jahrganges begaben sich in die Rollen nationaler und internationaler Regierungsvertreter und machten es sich zur Aufgabe, verschiedene Regionen zu verwalten und deren Probleme zu beheben. Jedem Land wurde ein Regierungschef sowie ein Staats- und ein Wirtschaftsminister in Person je eines Schülers zur Seite gestellt. Diesem wurden jeweils verschiedene Aufgabenbereiche zugeordnet.
Die Regionen bzw. Staaten, mit denen wir simulierten, waren Arabien, Afrika, Südamerika, Europa, Indien, Japan, Nordamerika, Russland und China. Umrahmt wurden die Regionen von den Mitgliedern der Weltpresse, der Weltbank, verschiedener NGOs (wie z.B. Greenpeace und Amnesty International) und zwei UN-Generalsekretären.
Insgesamt wurden vier Polisjahre gespielt, welche in der Simulation jeweils zwischen vier und fünf Stunden gedauert haben. Die einzelnen Polisjahre wurden insgesamt in fünf unterschiedliche Beratungsphasen eingeteilt, in welchen die einzelnen Vertreter sich mit den verschiedenen Problemen, welche bei der Regierung eines Landes auftreten, auseinandersetzen mussten. Der Regierungschef musste beispielsweise ein Programm schreiben, aus dem hervorging, welche der gestellten Probleme er dieses Jahr lösen wollte. Die Wirtschaftsminister verhandelten in dieser Zeit über ihre Staatsgüter, um für ihr jeweiliges Land den nötigen Strom- und Lebensmittelanteil zu erwerben oder Überschüsse zu verkaufen. In der gleichen Zeit beugten sich die Staatsminister über eine Weltkarte, an welcher sie gemeinsam Probleme wie beispielsweise Piraterie bekämpften. Die dafür benötigten Truppen waren an die realen Ländergrößen und die wirtschaftlichen Verhältnisse angepasst.
Von Jahr zu Jahr wurden die politischen Beziehungen besser. Im Jahr drei war es jedoch einigen Regionen zu ruhig, sodass aus dem fast vorhandenen Weltfrieden, noch ein brenzliges viertes Jahr entstand, in welchem es fast zum Dritten Weltkrieg kam und zusätzlich zu zahlreichen Putschversuchen, Entlassungen und einigen „Kulturpunkten“ (welche man für Fehlverhalten während der Sitzungen bekam). Jedoch konnten wir durch gemeinsame UN-Sitzungen die Lage wieder entspannen und die Situation friedlich abschließen.
In den drei Tagen der Simulation bekamen wir zu spüren, wie stark einzelne kleine Entscheidungen sich auf die gesamte internationale Politik und den damit verbundenen Weltfrieden auswirken können.

Text und Fotos von Sophie Wagner und Chiara Sievers

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