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Präsenzpflicht in der gymnasialen Oberstufe

und Verfahren bei Unterrichtversäumnissen

 

Die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe unterliegen nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht, sondern wählen diesen Ausbildungsweg zur Erlangung eines Schulabschlusses, der ihnen vielfältige berufliche Möglichkeiten eröffnet. Die Schule kann jedoch diesen qualifizierten Abschluss nur vergeben, wenn die Schülerin/der Schüler sowohl die Anforderungen hinsichtlich der Leistung als auch der regelmäßigen Teilnahme erfüllt. Die Teilnahmeregeln sind im Schulgesetz und der OAPVO geregelt und werden an unserer Schule entsprechend umgesetzt. Die Einhaltung dieser Regeln ist Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Kurse/Klassen, der Oberstufe und der Schule insgesamt.

Die Präsenzpflicht in der gymnasialen Oberstufe ist durch §7, Abs. 6 der Oberstufen- und Abiturprüfungs­verordnung (OAPVO) geregelt. Dementsprechend gilt:

  1. Alle Oberstufenschüler/innen sind zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht in den von ihnen belegten Kursen ver­pflichtet.
  2. Bei Erkrankung sind alle Schülerinnen und Schüler verpflichtet, morgens (am Tage der Erkrankung!) telefo­nisch das Sekretariat zu informieren.
  3. Alle Oberstufenschüler/innen müssen binnen Wochenfrist (d.h. in der darauf folgenden Unterrichtsstunde in dem Fach) nach ihrem Fehlen zunächst der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer und dann innerhalb erneuter Wochenfrist den weiteren Lehrerinnen und Lehrern eine schriftliche Entschuldigung vorlegen, die von diesen abgezeichnet. Geschieht dies nicht, oder werden die Fristen aus eigenem Verschulden nicht eingehalten, gelten die versäumten Stunden als unentschuldigt und erscheinen als solche im Zeugnis (1 Doppelstunde = 2 Unterrichtsstunden). Die Entschuldigungskarte wird von der Schülerin/dem Schüler bis zum Ende des Schuljahres aufbewahrt und muss auf Verlangen vorgelegt werden.
  4. Ein Fernbleiben vom Unterricht – auch von einzelnen Unterrichtsstunden – aus anderen Gründen als Erkrank­ungen setzt eine vorherige Beurlaubung voraus. Nachträgliche Entschuldigungen werden nicht anerkannt.
  5. Beurlaubungen vom Unterricht müssen bei dem/der Klassenlehrer/in (höchstens ein Tag), dem Oberstufenleiter (bis zu 3 Tage) oder der Schulleiterin (mehr als 3 Tage und Tage vor und nach Ferien) schriftlich beantragt werden.
  6. Fahrschulprüfungen und im Normalfall auch Arztbesuche sind nicht hinreichende Gründe. Die Schülerin oder der Schüler hat die betreffenden Stellen auf diese Regelung hinzuweisen und, wo immer möglich, einen Termin außerhalb, zumindest am Rande der Unterrichtszeit, zu erbitten. Bei Terminen in der Unterrichtszeit verlangt die Schule eine Bestätigung, dass dieser Termin unabdingbar war.
  7. Beurlaubungen bei Klausurterminen erteilt nur die Schulleiterin oder deren Stellvertreterin. Wird eine Klausur aus Krankheitsgründen versäumt, muss prinzipiell und unverzüglich ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Versäumte Klausuren müssen grundsätzlich nachgeschrieben werden.
  8. Entzieht sich eine Schülerin/ein Schüler vorsätzlich der Leistungsfeststellung, kann dieser Kurs mit 0 Punkten bewertet werden.
  9. Eine Schülerin/ein Schüler kann aus der Schule entlassen werden, wenn er/sie innerhalb von 30 aufein­ander folgenden Kalendertagen insgesamt 20 Unterrichtsstunden dem Unterricht unentschuldigt fern­geblieben ist oder wiederholt unentschuldigt bei Klausuren in zwei oder mehr Fächern fehlt (§19, Abs. 4 Schulgesetz).
  10. Dreimaliges Zuspätkommen zum Unterricht kann als einmal unentschuldigtes Fehlen gewertet werden.

gez. Kramer, Oberstufenleiter