Logo Rendsburg Logo Logo

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

zum Halbjahr möchte ich Ihnen/Euch ein paar Informationen in Form eines Elternbriefes zukommen lassen. Vielleicht haben Sie/habt Ihr es schon gehört: Bald soll unser Kronwerker wieder erscheinen – eine neue Redaktion hat sich daran gemacht, ihr erstes Heft zu gestalten. Der Kronwerker enthielt in der Vergangenheit immer Informationen der Schulleitung für alle am Schulleben beteiligten Personen – und so soll es auch in Zukunft sein. Bis aber das erste Heft des neuen Kronwerkers erscheint, möchte ich Sie/Euch auf diesem Weg informieren.

Personalia

Gegen alle Gewohnheit enthält die Rubrik Personalien dieses Mal auch eine Mitteilung in eigener Sache. Durch meine krankheitsbedingte Abwesenheit von Ende Mai bis Anfang September ergab sich eine immense zusätzliche Arbeitsbelastung für meine Kolleginnen und Kollegen, allen voran für meine Stellvertreterin Frau Hintz. Ihr und allen anderen möchte ich dafür danken, dass Sie beherzt die Ärmel hochgekrempelt haben, um meine plötzlich weggefallene Arbeitskraft zu ersetzen und der Schule mit hohem persönlichen Einsatz trotz allem ein Funktionieren in geordneten Bahnen zu ermöglichen.

Im Juni 2013 wurden unsere langjährigen Kollegen Herr Hübner und Herr Kamkalow pensioniert, Frau Berg, Frau Dielentheis und Frau Schweigart haben sich versetzen lassen, um näher an ihrem Zuhause zu sein. Unsere Referendarin Frau Grützmacher hat eine Planstelle in Nordfriesland bekommen.

Wir konnten zu Beginn dieses Schuljahres folgende neue Kolleginnen und Kollegen begrüßen: Frau Andersen (Physik und Philosophie), Herrn Faber (Mathematik, Wirtschaft/Politik), Frau Kotterba (Englisch, Kunst), Frau Schühler (Latein, Russisch) und Frau Siemer (Englisch, Erdkunde). Herr Höllrigl (Deutsch, Erdkunde) – vielen schon als Vertretungslehrer bei uns bekannt – hat im August mit seinem Referendariat bei uns begonnen.

Unsere Kolleginnen Frau Doyen und Frau Mitzlaff haben beide in den vergangenen Sommerferien geheiratet und heißen jetzt Frau Take und Frau Hansen.

Eine Nachricht zum Freuen kommt von Frau Nielsen: Sie erwartet ein Baby und hat seit den Weihnachtsferien Mutterschutzzeit.

Zum Halbjahreswechsel zum 1. Februar 2014 wird sich die Zusammensetzung des Kollegiums wieder verändern:

Frau Heyden und Herr Ullmann – beide schon seit sehr vielen Jahren bei uns tätig – werden pensioniert. Frau Schwarz, unserer Referendarin, ist eine Stelle in Altenholz angeboten wordenund Frau Schunck, die nach ihrem Referendariat mit viel Einsatz bei uns ein Jahr lang Vertretungsunterricht gegeben hat, wechselt an das Gymnasium in Gettorf. Vielen Dank an dieser Stelle allen scheidenden Kolleginnen und Kollegen für ihre Arbeit und ihren persönlichen Einsatz, mit dem Sie unsere Schule bereichert und gestärkt haben.

Wir begrüßen zum neuen Halbjahr drei neue Kolleginnen und Kollegen, Herrn Käßhöfer mit den Fächern Biologie, Erdkunde und Sport, und zwei neue Referendarinnen, die ihren Dienst bei uns beginnen: Frau Boll (Biologie und Chemie) und Frau Plodzien (Deutsch und Sport).

Neubau

Am 30. April letzten Jahres wurde unser Neubau, das Haus der Naturwissenschaften“ oder, wie es inzwischen meistens in der Schule genannt wird, das „NaWi-Haus“, offiziell eingeweiht – ein markant positives Ereignis in der relativ kurzen Geschichte unserer Schule. Nach der offiziellen Einweihungsfeier haben die naturwissenschaftlichen Lehrkräfte eine Festwoche organisiert, im Laufe derer alle Schülerinnen und Schüler durch besondere Aktivitäten den Neubau kennenlernen konnten. So haben die Unter- und Mittelstufenschüler mit einer Rallye durch das neue Haus bzw. mit Experimentalunterricht nacheinander in allen drei Fächern die Aufteilung des Hauses und die Funktionalität der verschiedenen Fachräume kennen lernen können. Zu einer besonderen Einweihungsaktivität in der Oberstufe reisten zwei Professoren der Universität in Kiel an, um ihre Fachgebiete in den neuen Räumen vorzustellen. Einen dritten Vortrag über die Bedeutung und den notwendigen Schutz der Moore hielt unser ehemaliger Kollege im Fach Biologie Herr Dr. Brehm.

Neue Technik

Die hohen, lichtdurchfluteten Räume des Neubaus nehmen wir alle, Lehrende wie Lernende, sehr bewusst und dankbar wahr – nach Jahren in fensterlosen Fachräumen, wo Tageslicht und frische Luft nur über Dachluken zu haben war. Die komplizierte Technik reagiert selbständig auf alle möglichen Situationen: Z.B. gehen Klappfenster selbsttätig auf, wenn die CO2 – Konzentration im jeweiligen Raum ein bestimmtes Maß überschreitet, die Heizung heizt raumspezifisch mit einzelnen Temperaturfühlern, das Licht stellt sich pro Raum automatisch so ein, dass Tageslichthelle erreicht wird. Die Jalousien fahren bei bestimmter Sonneneinstrahlung automatisch runter, falls aber Wind aufkommt, fahren sie ab einer bestimmten Stärke wieder rauf, um sich selbst zu schützen. Gelegentliche Unregelmäßigkeiten in einer so hochkomplizierten Technologie rechnen wir vorläufig als „Kinderkrankheiten“, die von den Technikern wohl in den Griff zu kriegen sind. Auf dem Weg zum perfekten Funktionieren wurden uns schon ein paar lustige Überraschungen beschert. Ab und an fahren, wie aus eigenem Entschluss, die Außenjalousien rauf oder runter und sind auch nicht „von Hand“ dazu zu bewegen, wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzufahren. In einigen Räumen geht – auch nachts! – wie von Geisterhand das Licht an, ohne das danach das Ausstellen von Hand möglich wäre. Das alles läuft natürlich Computer-gesteuert – und ist damit gewöhnlicher menschlicher Raison nur noch bedingt zugänglich. Hier kann nur der Programmierer aus Hamburg helfen. Wir hoffen, dass alle Funktionen bald eingespielt sind. Trotz der Kapriolen der Technik, die sicher bald beseitigt sind, fühlen wir uns alle sehr wohl in dem neuen Haus!

Sitzmöbel

Zum Wohlfühlen haben bestimmt auch die neuen Sitzsäcke und Sitzkissen beigetragen, die uns unser Förderverein spendiert hat. Vielen Dank! Seit den Herbstferien kann man sich darauf gemütlich setzen, um miteinander zu reden, zu lesen – oder auch mal ein Nickerchen zu machen. Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit diesen Sitzsäcken und –kissen einen Anfang machen konnten, für unsere Schülerinnen und Schüler auch gemütliche Sitzgelegenheiten und Ecken der Erholung und Entspannung zu schaffen. Unsere Schule soll eben nicht nur ein Ort des Lernens und der Arbeit sein, sondern auch ein Ort, an dem man sich wohl fühlt, an dem man seine Freunde trifft und wo man sich auch mal gemütlich zusammensetzen und unterhalten kann. Ich hoffe sehr, dass diese Anschaffung erst ein Anfang war – und dass irgendwann in hoffentlich nicht zu großer Ferne die Ausstattung anderer Bereiche folgen kann.

Ob wir dann allerdings wieder Sitzsäcke oder lieber andere Möbel wählen, müssen wir noch entscheiden. Es sind nämlich schon zwei Sitzsäcke defekt, so dass sie ihren Inhalt, die kleinen Styroporkugeln, verlieren und deshalb aus dem Verkehr gezogen werden mussten. Ich habe schon Kontakt zur Firma aufgenommen – man hat mir nur ein Reparaturset angeboten, denn die defekten Stellen, die ich per Foto geschickt habe, seien nur durch „unsachgemäße Behandlung“ zu erklären. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmal an alle Schülerinnen und Schüler appellieren, sorgsam mit den Sitzkissen und –säcken umzugehen. Wir wollen ja noch lange Freude daran haben.

Ich würde mich auch freuen, wenn diejenigen, die für eine Beschädigung verantwortlich sind (das kann ja durchaus aus Versehen passiert sein!), sich nicht „heimlich verdrücken“, sondern sich bei mir melden, damit wir eventuell den entstandenen Schaden durch ihre/seine Haftpflichtversicherung regulieren können.

Fahrten

Die Studienfahrten dieses Schuljahres für die 13. Klassen fanden im September des vergangenen Jahres statt. Die Klassen 13a (Sprachliches Profil) und 13b (Gesellschaftswissenschaftliches Profil) fuhren zusammen mit Frau Ahlmann-Eltze, Frau Hansen, Herrn Reuter und Herrn Rohrkamp-Stiller nach Frankreich. Das Thema waren die Auswirkungen der beiden Weltkriege – mit einem sehr interessanten, aber auch sehr dichtgepackten Fahrtenprogramm. Die 13c (Naturwissenschaftliches Profil) war mit Frau Puck und Herrn Kempe zum Thema Meeresbiologie und Ökologie des Wattenmeeres in Holland mit einem Segler auf dem Ijsselmeer unterwegs. So waren alle Profilklassen auf ihren Studienfahrten mit Themen befasst, die den Unterricht hier in Rendsburg ergänzten und bereicherten. Bester Beweis dafür war die tolle Ausstellung der Klasse 13c zu ihrer Studienfahrt, zu der alle Klassen herzlich eingeladen waren, die dann die Ergebnisse der Untersuchungen an verschiedenen Stationen im Foyer des NaWi-Hauses präsentiert und erklärt bekamen.

Auch die 7. Klassen waren wieder zur traditionellen Skifahrt unterwegs: Sie wurden von ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern Frau Roestel, Frau Leng, Frau Meyerolbersleben und Frau Wilk, sowie zusätzlich von Frau Schmachtenberg, Herrn Schopf, Frau Siemer und Herrn Petersen begleitet. Die ersten beiden Klassen sind, während ich dies schreibe, schon wieder in Rendsburg. Alle Beteiligten sind sich einig, dass es trotz einer sehr schneearmen Periode auch in diesem Jahr eine lohnende Fahrt war. Das gilt sowohl für das Sportliche als auch für die harmonische Wirkung auf die Gemeinschaft in den Klassen. Ich bin sicher, dass auch die später zurückkehrenden Klassen einen ähnlichen Effekt erleben. Herzlichen Dank allen Kolleginnen und Kollegen, die unsere Fahrten begleitet haben und begleiten werden – man trägt immer eine besondere Verantwortung und ist zudem noch „rund um die Uhr“ im Einsatz. Das ist nicht selbstverständlich!

Besondere Bedeutung haben auch unsere Austauschfahrten, die sich bei unseren Schülerinnen und Schülern großer Beliebtheit erfreuen. Darüber freue ich mich sehr – zeigt es doch die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und sich dem Erleben anderer Kulturen, Sprachen und Lebensweisen zu öffnen. Als Voraussetzung für ein integriertes Europa ist das Verstehen unserer europäischen Nachbarn besonders wichtig, und interkulturelle Kompetenz wird ganz allgemein heute in vielen Zusammenhängen vorausgesetzt. Zu unserem traditionellen Austausch der neunten Klassen mit einer englischen Schule in Lancaster melden sich jedes Jahr weit mehr Schülerinnen und Schüler an, als mitfahren können – wobei die Anzahl unserer Schülerinnen und Schüler, die mit nach England fahren können, von derjenigen der englischen Schüler abhängt, die zu uns nach Rendsburg kommen wollen und ihrerseits bereit sind, einen deutschen Schüler/Schülerin eine Woche lang bei sich aufzunehmen. Das waren in den vergangenen Jahren meistens dreißig Jugendliche. Unser Austausch mit dem norwegischen Sandefjord, der in der Regel so verläuft, dass die Norweger gegen Ende der Einführungsphase zu uns kommen, während unsere Schülerinnen und Schüler im Herbst danach nach Norwegen reisen, unterliegt gleichen (nicht von uns veränderbaren) Regeln: Von Rendsburg können nur so viele Schüler nach Norwegen reisen, wie Norweger Interesse haben, zu uns zu kommen. Auch hier melden sich bei uns im Kronwerk weit mehr Schülerinnen und Schüler an, als im Endeffekt fahren können. Unseren Austausch mit einer französischen Schule haben unsere Französischlehrkräfte, allen voran Frau Order, ganz neu aufgebaut. Es ist geplant, vor allem den Schülerinnen und Schülern des zukünftigen Sprachprofils im ersten Schulhalbjahr einen Austausch mit einer französischen Schule in Les Andelys (in der Nähe von Paris) anzubieten. Unsere bisherige Austauschschule in Guebwiler im Elsaß hat inzwischen leider so wenig Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch, dass ein Austausch sich nicht mehr anbietet.So freuen wir uns alle sehr darüber, eine Alternative beschafft zu haben!

Halbjahreszeugnisse

Diesen Elternbrief werdet Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, gleichzeitig mit Euren Halbjahres-Zeugnissen erhalten. Nehmt diese Zeugnisse als das, was sie sind: Ein Zwischenstand zum Halbjahr – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Noch habt Ihr die Gelegenheit, bis zum Sommer das zu ändern, was Ihr ändern wollt – und das Wörtchen „wollt“ ist das wichtigste Wort in dem Satz, denn nur, wer es wirklich selbst will, kann die Energie aufbringen, den Gang der Dinge zu verändern. Wenn Ihr Tipps dazu braucht, wendet Euch bitte an Eure jeweiligen Fachlehrer, sie werden Euch gern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bloß: Tun muss jeder selbst, dabei können weder wir als Kollegium noch Eure Eltern helfen!

Ich wünsche uns allen ein gutes, harmonisches und erfolgreiches zweites Schulhalbjahr!

Herzlichst,

Ihre/Eure R. Fritzsche

Rendsburg, 31. Januar 2014