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Liebe Leserin, lieber Leser,

nach einem leider sehr verregneten Sommer kündigt sich in der Natur nun der Herbst an – man mag aber eigentlich noch gar nicht akzeptieren, dass wir nun das letzte Drittel des Kalenderjahres erreicht haben, weil es sich so anfühlt, als wäre der Sommer in diesem Jahr schlicht “übersprungen” worden. Hoffentlich können wir wenigstens in den Herbstferien noch einige “goldene Oktobertage” genießen!

Personalia

Am Ende des letzten Schuljahres haben wir viele Kolleginnen und Kollegen verabschieden müssen – unsere drei Pensionäre Herrn Janzen, Herrn Knarr und Herrn Pappa, unsere Referendarinnen Frau Donner, Frau Kriwonowska, Frau Schulz, Frau Tüxen und Frau Zschiesche, sowie unseren Vertretungslehrer Herrn Finnern. Frau Piest ist kurz vor den Sommerferien in die Mutterschutzzeit gegangen und hat inzwischen einen kleinen Sohn zur Welt gebracht – herzlichen Glückwunsch!
Nun haben wir aber auch wieder Verstärkung für das Kollegium bekommen. Frau Sylvia Königsfeld hat mit den Fächern Deutsch, WiPo und evangelische Religion bei uns angefangen. Drei neue Referendarinnen haben ebenfalls bei uns begonnen, und zwar Frau Linda Berg mit den Fächern Französisch und Englisch, Frau Vivien Herlitz, die Mathematik und Philosophie unterrichtet, sowie Frau Isabel Schunck mit den Fächern Deutsch und Erdkunde. Als Vertretungslehrer hat Herr Hagen Herre Unterricht in Chemie und Biologie übernommen.

Unterrichtsversorgung

Im Vergleich zum letzten Schuljahr ist damit die Zahl der Lehrkräfte reduziert, und so musste für dieses Schuljahr über Unterrichtskürzungen entschieden werden. Dieser Aufgabe haben wir uns nach dem Grundsatz der besten Vertretbarkeit angenommen, so gut es eben unter den Umständen ging. Jede dieser Entscheidungen war ein Dilemma für uns, aber mit Blick auf die Gesamtverantwortung für den Bildungsgang der jungen Menschen an unserer Schule erschien uns unsere Lösung als das kleinste Übel (aber ein Übel bleibt es doch!):
Wir haben sowohl die Orientierungsstufe als auch die Oberstufe “verschont” – zum einen, weil wir zu dem Schluss gekommen sind, dass man unseren Unterstufenschülern und -schülerinnen die Gelegenheit geben muss, mit ausreichender Stundenzahl als Grundlage zu zeigen, dass sie bei uns an der richtigen Schule sind, und zum anderen, weil wir meinen, dass an der Stundenzahl zur Vorbereitung des Abiturs in der Oberstufe nicht gekürzt werden sollte.
In der Mittelstufe werden zur Zeit die zweiten und dritten Fremdsprachen mit drei statt mit vier Stunden pro Woche unterrichtet – parallel zur dritten Fremdsprache natürlich auch das Fach MINT. Zusätzlich haben wir den Chemie- und Physikunterricht im 8. Jahrgang von vier auf drei Stunden pro Woche kürzen müssen. Durch unseren Fachlehrermangel im Fach Kunst können wir leider überhaupt keinen Kunstunterricht in der 9. Klasse erteilen lassen. Ich bin sicher, dass die Kolleginnen und Kollegen in der Mittelstufe ihre Erfahrung und ihr ganzes fachliches Können einsetzen werden, um negative Effekte der Unterrichtsverkürzung für die Kinder so gering wie möglich zu halten.

Epochenunterricht

In diesem Schuljahr wird bei uns zum ersten Mal ein in mancher Hinsicht vielversprechendes neues Modell der Unterrichtsverteilung erprobt, der sogenannte Epochenunterricht. In einigen Klassenstufen werden Fächer, die normalerweise mit zwei Wochenstunden unterrichtet werden, auf ein halbes Jahr mit dann 4 Wochenstunden konzentriert. Die Klasse hat dann z.B. im ersten Halbjahr des Schuljahres ausschließlich Physik mit vier Wochenstunden und im Wechsel dazu im zweiten Halbjahr nur Chemie mit vier Wochenstunden. Entsprechendes gilt für Erdkunde und Geschichte. Wir erhoffen uns dadurch eine gewisse Beruhigung im dichten Stundenplan – die Schülerinnen und Schüler erfahren diese Fächer pro Halbjahr mit einer größeren Bedeutung und durch die dichtere Folge der Fachstunden aufeinander könnten sie ein intensiveres Eintauchen in die Thematik des jeweiligen Fachs erleben. Von Anfang an zu bedenken gilt natürlich für sie, dass die Halbjahreszensur eines Fachs, das man “nur” im ersten Halbjahr “hatte”, genauso relevant im Zeugnis ist wie die Zensur des Faches, in dem man im Wechsel dazu im zweiten Halbjahr unterrichtet worden ist. Wir sind gespannt auf Erfahrungsberichte der Schülerinnen und Schüler, aber auch auf Ihre Beobachtungen, liebe Eltern – und natürlich auch auf die der unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen. Bitte geben Sie/gebt uns Rückmeldungen, wie sich diese Neuerung auswirkt. Je mehr Rückmeldungen wir dazu bekommen, desto sicherer wird unser Urteil, inwieweit diese Neuerung im Vergleich zur klassischen Stundenverteilung Vorteile bietet und beibehalten werden sollte.

Deutscher Bürgerpreis 2011: “Bildung! Gleiche Chancen für alle.”

Seit 2004 besteht an unserer Schule das Projekt “Schüler helfen Schülern”. Es wurde seinerzeit von unserer ehemaligen Orientierungsstufenleiterin Frau Bonnes und dem Leiter der Grundschule Mastbrook, Herrn Albert, gegründet. Im Rahmen dieses Projekts unterstützen Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Kronwerk Grundschülerinnen und Grundschüler der Schule Mastbrook bei den Hausaufgaben – wofür sie auch eine kleine “Aufwandsentschädigung” bekommen. Dieses Projekt hat sich über die Jahre bewährt, Herr Albert lobt sowohl das großartige Engagement einzelner Schülerinnen und Schüler als auch die Effizienz ihrer Arbeit, die sich in vielen Einzelfällen zeigt, ob es sich nun um eine verbesserte Leistung in einzelnen Fächern oder sogar um die Stabilisierung einer manchmal schwierigen Gesamtsituation handelt.
Jetzt erreichte uns die tolle Nachricht, dass unser Projekt “Schüler helfen Schülern” in der Kategorie U 21 auf der Kreisebene des Kreises Rendsburg-Eckernförde gesiegt hat und damit an der Vergabe des Bürgerpreises des Landes teilnehmen wird. Es freut mich sehr, dass ein so sinnvolles und nachhaltiges Projekt die Anerkennung der Jury gefunden hat – meine herzlichen Glückwünsche an alle beteiligten Schülerinnen und Schüler! Ein besonderer Glückwunsch gilt auch Frau Bonnes und Herrn Albert, die diese Initiative ins Leben gerufen haben – was für eine gute Idee! Und nicht zuletzt, stellvertretend für alle diejenigen, die im Laufe der Jahre das Projekt betreut haben, gratuliere ich Frau Gottschalk vom Gymnasium Kronwerk und Herrn Gennat von der Grundschule Mastbrook für Ihren Einsatz.
Man hat mir berichtet, dass im laufenden Schuljahr so viele Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Kronwerk wie nie zuvor Interesse an der Arbeit mit den Kindern unserer benachbarten Grundschule gezeigt haben Die öffentliche Anerkennung ist nun für alle Beteiligten ein Beitrag zu neuer Motivation und eine gro?e Freude. Es liegt auf der Hand, dass viele gespannt darauf sind, ob das gesellschaftliche Engagement der Kronwerker und Kronwerkerinnen auch auf der Landesebene der “Bürgerpreisvergabe” Erfolg hat, auch wenn sie sich in ihrem Engagement sicher nicht davon beeinflussen lassen.

Neubau eines “Hauses der Naturwissenschaften”

Der Bauantrag für unser “Haus der Naturwissenschaften” ist gestellt – das Architektenteam der Firma “trapez” rechnet noch in Verbindung mit der Ausstattung, weil das Geld doch knapp bemessen zu sein scheint und ja trotzdem auf jeden Fall reichen soll. Uns wurde gesagt, dass der Baubeginn noch in diesem Jahr stattfinden wird. Warten wir’s ab – durch die Verzögerung haben wir hoffentlich genügend Zeit, jetzt im Herbst alle Pflanzen, die Herr Losigkeit in den letzten Jahren in unserem Garten gezogen hat, zu versetzen, damit sie nicht von den Baggern überrollt werden. Nur so können wir unser Gelände als Blumengarten erhalten, wie es in den letzten Jahren eigentlich zu unserem Markenzeichen geworden ist – in Zukunft wird dieser rund um den Neubau und an vielen anderen Stellen unseres Geländes zu finden sein.

Ich wünsche uns allen schöne, erholsame Herbstferien!

Herzlichst

Ihre/Eure

R. Fritzsche