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Liebe Leserin, lieber Leser,

 

wieder geht ein  sehr komprimiertes zweites Schulhalbjahr dem Ende entgegen – so, wie wir es im letzten Jahr schon kennen gelernt haben und wie es auch im nächsten Schuljahr 2012/13 aufgrund des frühen Sommerferienbeginns sein wird. Kolleginnen und Kollegen, alle Schülerinnen und Schüler empfinden die Dichte der Termine und Aufgaben in kurzen Schulhalbjahren als große Last, die zwar durch freie Tage im Mai unterbrochen, aber eben keineswegs vermindert wird. Unsere Sommerferien werden in Absprache der Bundesländer untereinander festgelegt, und wir haben uns danach zu richten. Erst ab 2014 rücken die Sommerferien im nördlichsten Bundesland wieder in den Juli, der erste Ferientag wird dann der 14.07. 2014 sein – bis dahin werden wir mit diesem superarbeitsreichen, kurzen zweiten Schulhalbjahr leben müssen!

 

Personalia  

Unsere Referendarinnen Frau Brinkmann, Frau Harms und Frau Meier haben im vergangenen Schulhalbjahr ihr Zweites Staatsexamen bestanden. Dazu die herzlichste Gratulation! Glückwunsch auch an die Lehrkräfte Frau Dr. Fahrentholz-Wilkening und Herrn Dr. Wolter, die ihre fachlich-akademische Laufbahn erfolgreich mit einem sogenannten Seiteneinstieg in die Schule ergänzt haben. Beide haben die Zweite Staatsprüfung bestanden und werden ihre Tätigkeit bei uns an der Schule als formell qualifizierte Pädagogen fortsetzen. Unsere drei Referendarinnen müssen sich zunächst nach einer neuen Wirkungsstätte umsehen, weil das Gymnasium Kronwerk nach dem sogenannten Personalbemessungsverfahren derzeit genügend Lehrkräfte „pro Schülerkopf“ hat.

Ich möchte mich – auch an dieser Stelle – ganz herzlich für den Einsatz unserer drei Referendarinnen für unsere Schule bedanken, und ihnen sagen, dass wir sie alle drei nur sehr ungern ziehen lassen! Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 

Unsere SV

Unsere Schülersprecherin dieses Schuljahres, Charlotte Becker, hat eine wichtige Neuerung initiiert, die den demokratischen Dialog an unserer Schule intensivieren und ein wichtiges Forum für den gedanklichen Austausch werden kann: die Schülervollversammlungen. Sie wurden in diesem Schuljahr jeweils nach der Schulkonferenz eines Halbjahres abgehalten. Die gefassten Beschlüsse der Schulkonferenz, die ja zu je einem Drittel aus gewählten Vertreterinnen/Vertretern der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft besteht und alle wichtigen Beschlüsse für unsere Schule treffen muss, konnten allen Schülerinnen und Schülern nicht nur mitgeteilt, sondern auch erklärt und in ihren Auswirkungen diskutiert werden. Es bestand außerdem die Gelegenheit für alle Schülerinnen und Schüler Fragen und Vorschläge an Charlotte als Schülersprecherin, an den jeweiligen Stufenleiter/Stufenleiterin oder an mich als Schulleiterin zu richten. Diese Gelegenheit wurde zum Teil engagiert genutzt.

 

Die  wichtigste Neuerung betraf wohl in den Augen der Schülerinnen und Schüler die lang diskutierten EVA-Aufgaben. EVA steht für „eigenverantwortliches Arbeiten“, das heißt, es ging um die Aufgaben, die Oberstufenschülerinnen und –schüler von ihren Lehrkräften bekommen, wenn diese nicht im Hause sind. Die Schülerinnen und Schüler haben lange darüber geklagt, dass sie während der Erledigung eines großen Teils dieser Aufgaben in der Schule anwesend zu sein hatten. Sie argumentierten, sie könnten zu Hause zum Teil besser lernen als in der Schule und könnten sich auch gruppenweise woanders verabreden, wenn denn Gruppenarbeit verlangt sei.

Dieser Argumentation für mehr Selbstverantwortung und Lerner-Autonomie in der Oberstufe sind nun auch die Lehrkräfte gefolgt: Die Schulkonferenz hat mit großer Mehrheit dafür gestimmt, dass der Ort der Erledigung dieser EVA-Aufgaben in Zukunft frei wählbar ist, wenn nicht die Aufgabenstellung dagegen spricht, wenn z.B. ein bestimmter Film gemeinsam angeschaut werden soll.  Allerdings gilt auch in diesem Fall, dass es keine Freiheit ohne Verantwortung  gibt: Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, sich gemäß der Information der Lehrkräfte die EVA-Aufgaben in Papier- oder Digitalform zu beschaffen und sie – auch ohne direkte Kontrolle – eigenständig zu erledigen. Es besteht Einigkeit darüber, dass der Inhalt der Aufgaben in Tests und Klausuren abgefragt werden kann und darf.

Ein weiterer, für alle wichtiger Beschluss betrifft die beweglichen Ferientage im nächsten Jahr: Sie werden wie in diesem Jahr am Montag, Dienstag und Mittwoch (6., 7. und 8. Mai) vor Christi Himmelfahrt (9.5.2013) liegen. Auch der daran anschließende Freitag wird wieder frei sein, weil hier ein offizieller Ferientag des Landes Schleswig-Holstein festgesetzt wurde. Allerdings liegen die Tage des mündlichen Abiturs nicht – wie in diesem Schuljahr – direkt im Anschluss an diese freie Woche, sondern erst in der letzten Maiwoche.

 

Unser Flügel wurde renoviert

Unser Förderverein hat es möglich gemacht: Unser in die Jahre gekommener Konzertflügel wurde „generalüberholt“ und klingt jetzt einfach wunderbar! Anlässlich dieser Renovierung und gleichzeitig zur Feier des 20jährigen Jubiläums des Fördervereins haben unsere Musiklehrer, musizierende Kollegen und viele Schülerinnen und Schüler am 24. Mai ein phantastisches Konzert auf die Beine gestellt, das alle Zuhörerinnen und Zuhörer genossen haben. Vielen, herzlichen Dank noch einmal allen Beteiligten: Den vielen Spendern, die sich vom Förderverein überzeugen ließen, dieses schöne Projekt mit einer Gabe zu unterstützen; den Mitgliedern des Fördervereins, die durch ihren Vereinsbeitrag an der Finanzierung mitgewirkt haben; dem Vorstand des Fördervereins, der durch seine Initiative dieses Projekt erst möglich gemacht hat; und all den Mitwirkenden des Konzertabends, an dem der Flügel mit neuem Glanz und Klang präsentiert wurde.

 

Sommerschule

Der amerikanische Maler Robert Henri (1865 – 1929) hat einmal gesagt: „Man kann das Lernen niemand aufzwingen.“ Das wissen nicht nur Eltern und Lehrkräfte, sondern es hat sicherlich auch schon jede Schülerin, jeder Schüler die Erfahrung gemacht, dass man nur dann gut lernen kann, wenn man es selbst will.  Wenn diese Grundvoraussetzung fürs Lernen nicht gegeben ist, laufen alle pädagogischen Maßnahmen (z.B.: „Du machst jetzt jeden Tag mindestens zwei Stunden Hausaufgaben!“) ins Leere. Lernfortschritte gibt es nur, wenn der Mensch, der lernen soll, dazu bereit ist, weil er es selbst will.

Für Schülerinnen und Schüler, die einen solchen Entschluss für sich getroffen haben und alte Probleme nicht mit ins neue Schuljahr hineinnehmen wollen, bieten wir auch in diesem Jahr wieder eine „Sommerschule“ an: In der letzten Ferienwoche wird es von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr wieder Kurse in verschiedenen Fächern in der Schule geben, von Oberstufenschülerinnen und –schülern  geleitet. Unser Mittelstufenleiter Herr Schwieger wird demnächst wieder in den Klassen den Bedarf erfragen und dementsprechend Oberstufenschülerinnen oder -schüler aussuchen, die den jüngeren Schülerinnen und Schülern helfen können. Die Kurse kosten 25 € pro Schülerin oder Schüler. Wer Schwierigkeiten hat, diesen Betrag aufzubringen, aber gern an einem der Kurse teilnehmen möchte, hat die Möglichkeit, sich an unseren Sozialfond zu wenden.

 

 

Unser Neubau „Haus der Naturwissenschaften“

Wir können in diesen Tagen beobachten, dass unser Neubau zügig wächst und allmählich die Formen annimmt, die wir nach den im Mensabereich ausgehängten Bauplänen erwarten. Wir werden am Mittwoch, dem 15. August aller Wahrscheinlichkeit nach das Richtfest feiern können. Wie schön, dass unser Einzug dann in greifbare Nähe rückt – vielleicht können wir uns  schon im Schuljahr 2013/14 über naturwissenschaftlichen Unterricht im neuen Gebäude freuen. Wenn wir umgezogen sind, steht noch die Renovierung des alten naturwissenschaftlichen Trakts als weitere umfangreiche Baumaßnahme an.  Aber auch die damit verbundene Lärm- und Schmutzbelästigung  werden wir, so hoffe ich,  mit Blick auf das zu erwartende Ergebnis geduldig weiter ertragen – ich denke, die Freude über die grundlegende Verbesserung unserer Raumsituation wird uns dabei helfen! Die geplante Verbesserung bezieht sich ja nicht nur auf die Naturwissenschaften. Wir werden im alten NaWi-Trakt neue Klassen- und Arbeitsräume bekommen, die die gesamte Raumverteilung entlasten werden und so auch den anderen Fachbereichen zu Gute kommt.

 

 

Zum Schluss gratuliere ich von dieser Stelle nochmals unseren diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten sehr herzlich zum bestandenen Abitur. Ich wünsche ihnen alles erdenklich Gute für die Zukunft. Uns an der Schule Verbleibenden wünsche ich einen erfolgreichen Endspurt zum Schuljahresende und danach schöne, wohlverdiente Sommerferien.  Wir sehen uns wieder zum Schuljahresbeginn am  6. August.

 

Herzlichst

 

Ihre/Eure

 

R. Fritzsche