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Weihnachtslied

Theodor Storm (1817-1888>

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muss ich stehn.
Es singt auf meine Augenlieder
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist der Beginn der zweiten Strophe, durch den mir das Weihnachtsgedicht des Husumer Dichters Theodor Storm besonders lieb geworden ist. “Mir ist das Herz so froh erschrocken, das ist die liebe Weihnachtszeit!” So einen frohen Schreck in der Vorweihnachtszeit haben sicher die meisten von uns schon gespürt. Viel ist zu tun, und vieles noch zu schaffen, aber das Ziel lockt wie kein anderes. Wir nehmen Extra-Aufgaben auf, weil wir allen guten Gedanken füreinander in dieser Zeit Raum geben wollen, und weil am Ende ein Fest des Friedens und des Miteinanders steht, auf das wir uns besonders freuen. Wenn die Tage kürzer werden, und der nasskalte, graue November in Schleswig-Holstein seinen Einzug hält, rücken wir näher zusammen und pflegen unsere Weihnachtstraditionen, zu denen immer auch gemeinschaftlich durchgeführte gute Taten gehört haben.

Weihnachtsvorbereitungen am Kronwerk

Unser Weihnachtsbasar am 24. November war so eine gute Tat! Dank unzähliger Bastelnachmittage im Vorfeld dieses Basars, die nicht nur durch sehr produktive und emsige Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufenklassen erfolgreich waren, sondern auch durch den besonderen Einsatz der dazugehörigen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer und vieler Mütter, die diese Nachmittage in unserer Schule verbrachten, konnte wieder eine beeindruckende Geldsumme erzielt werden, diesmal über 6000 €. Vielen Dank allen für ihren großartigen Einsatz! Von dem gemeinsam erarbeiteten Geld werden zunächst unsere beiden Patenkinder in Thailand versorgt werden. Über die Verwendung des übrigen Geldes werden die Schülerinnen und Schüler der SV mit Augenmaß und Verantwortung entscheiden: Was kann es im Vorfeld von Weihnachten Schöneres geben, als zu überlegen, wem man durch ein Geschenk am besten helfen kann?
Unsere Schulsprecherin Charlotte Becker hatte in diesem Jahr die Idee, das Schmücken der Schule nicht einfach dem 13. Jahrgang zu überlassen, wie es in den Jahren zuvor üblich war, sondern sie hat sich ein Team von ca. 30 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zusammengestellt, die sich bei ihr gemeldet hatten, weil sie richtig Lust dazu hatten, unsere Schule durch das Schmücken in weihnachtlichem Glanz erstrahlen zu lassen. Und diese Idee hat sich wirklich bewährt: An drei Nachmittagen war das Schmückteam aktiv – hat unsere bunten Säulen weihnachtlich verkleidet, viel Tannengrün in die Schule geholt und an den richtigen Stellen die richtigen Akzente gesetzt, um uns alle in erwartungsfrohe Weihnachtsstimmung zu versetzen. Ich spreche allen Beteiligten einen herzlichen Dank aus.
Ich möchte an dieser Stelle auch unserer Vertrauenslehrerin Frau Döhrer und Herrn Schwieger, der ganz selbstverständlich für sie eingesprungen ist, als sie kurz vor unserem Basar für längere Zeit erkrankte, dafür danken, dass sie sich als organisatorische Begleitung unserer Schulsprecherin Charlotte und ihrem Team zur Verfügung gestellt haben. Auch an unsere Hausmeister Herrn Losigkeit und Herrn Lüdtke sowie unseren tatkräftigen Reinmachefrauen richtet sich mein herzlicher Dank – ohne ihren Sondereinsatz an diesem Tag, der dann ja abends um 18.00 Uhr beginnt und entsprechend spät endet, wäre unser Basar nicht durchführbar.

Weihnachtskonzert

In diesem Jahr wird es das erste Mal seit vielen Jahren am 14. Dezember um 20.00 Uhr in der Christkirche wieder das lang vermisste Weihnachtskonzert des Gymnasium Kronwerk geben. Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Musiklehrerinnen und Musiklehrer die zusätzliche Arbeit der Organisation und der Proben für dieses Konzert auf sich genommen haben, um uns mit allen Schülerinnen und Schülern, den zugehörigen Eltern und dem Kollegium in festlichem Rahmen musikalisch auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Vielen Dank, dass Sie uns dieses Erlebnis als Schulgemeinschaft ermöglichen.

Krankheitsfälle

Leider sind in diesem Schuljahr einige Kolleginnen und Kollegen erkrankt, voraussichtlich werden wir über längere Zeit ohne sie auskommen müssen. Wir haben in einigen Fächern und Klassenstufen Unterrichtsausfälle hinnehmen müssen, aber konnten auch teilweise Vertretungsunterricht organisieren und arbeiten weiter an Lösungen. Wir sind sehr froh, als Vertretungslehrerinnen und -lehrer Frau Grützmacher für die Fächer Latein und Französisch, Herrn Meyer für das Fach Latein, Frau Boissenin für das Fach Englisch und Herrn Höllrigl für das Fach Erdkunde gewonnen zu haben. Herzlichen Dank, dass Sie bereit waren, für eine gewisse Zeit bei uns einzuspringen! Wir hoffen sehr, dass wir auch für die noch ausstehenden Englischstunden sowie für das Fach Mathematik Lehrkräfte finden, die uns aushelfen können. Unseren erkrankten Kolleginnen und Kollegen möchte ich im Namen der ganzen Schulgemeinschaft alles Gute wünschen – wir hoffen alle sehr, dass Sie bald wieder gesund sind und in unserer Mitte wirken können!

Verpuffung während unserer Brandschutzübung

Wir mussten am 29. September erleben, wie innerhalb von Bruchteilen von Sekunden eine Brandschutzübung, die zur Vorbeugung gegen Katastrophen dienen sollte, selbst so etwas wie eine Katastrophe wurde. Innerhalb von wenigen Minuten landeten zwei Rettungshubschrauber auf unserem Sportplatz, fuhren mehrere Rettungs- , Notarzt- und Polizeiwagen auf unseren Schulhof, rannten Kolleginnen und Kollegen hin und her, um kühlende Pads, Tücher, Verbandszeug etc. zu bringen, versorgten die Verletzten, sprachen ihnen Mut zu und halfen schockierten Augenzeugen des Unglücks.
Obwohl die Übung unter Anleitung einer zertifizierten Firma stattfand, die uns die Feuerwehr Rendsburg empfohlen hatte, war es zu einer Verpuffung gekommen, durch die der Gehilfe der Brandschutzfirma, der direkt neben dem Explosionsort stand, schwer verletzt wurde. Drei Kollegen, die sich in der Nähe dieser Explosion aufhielten, wurden ebenfalls verletzt.
Im Rückblick können wir dankbar dafür sein, dass alle Verletzungen, selbst die schweren, die der Gehilfe der Brandschutzfirma erlitten hatte, inzwischen ohne langfristige Folgen geheilt sind. Der Gehilfe bei der Brandschutzübung war Ende November in einer Pause zu Besuch in unserem Lehrerzimmer und wurde freudig und erleichtert vom Kollegium begrüßt, weil es sich viele bis zu diesem Tag nicht hatten vorstellen können, dass die Verletzungen, die wir alle am 29. September gesehen haben, so rückstandslos verheilen könnten.
Das Kollegium hat während der schrecklichen Stunden am Nachmittag des 29. Septembers wirklich zusammengehalten. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich gegenseitig umsorgt und gestützt. Sie haben gezeigt, dass sie nicht nur ein paar zufällig an derselben Schule arbeitende Menschen sind, sondern dass sie eine Gemeinschaft miteinander geschaffen haben, die auch und gerade in der Krise funktionstüchtig ist. Eine der älteren Kolleginnen brachte das Zusammengehörigkeitsgefühl dieses Nachmittags am nächsten Tag so auf den Punkt: “Wenn mir mal irgendwann irgendwas Schlimmes passieren soll, dann möchte ich, dass es hier in dieser Schule geschieht.”
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal allen Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz an diesem Nachmittag danken. Sie haben dafür gesorgt, dass zum einen die physischen Verletzungen der Betroffenen folgenlos verheilen konnten und – was ebenso wichtig ist – dass wir nach diesem extremen Ereignis trotz allem das Gefühl haben, beieinander gut aufgehoben zu sein.

Studienfahrten, Berlinfahrten

Unsere 13. Klassen konnten vor den Herbstferien ihre Studienfahrten machen. Eine der Fahrten, nämlich die der 13a (sprachliches Profil), führte unsere Schülerinnen und Schüler nach Kampanien, das Thema war: “Die klassischen Studienreiseziele Vesuv, Pompeji – wie lebten und leben die Menschen mit dem Vulkan?” Begleitet wurde diese Fahrt von Herrn Harfmann und Frau Kleinfeldt. Eine zweite Fahrt, die der Klasse 13b (gesellschaftswissenschaftliches Profil), führte unsere Schülerinnen und Schüler nach Rom, wo das Thema “Die zwei Gesichter des Wohlstands” im Mittelpunkt stand. Diese Fahrt wurde von Herrn Carstens und Frau Kersten betreut. Die 13c (naturwissenschaftliches Profil) segelte, begleitet von Frau Puck und Frau Rademann, auf einem Großsegler in Holland. Hier war das Thema “Das Ökosystem Meer”.
Auch in diesem Jahr habe ich von allen Fahrten nur Positives gehört und freue mich darüber, dass alle Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs so viel gesehen haben – und dass alle drei Fahrten in guter Stimmung verlaufen sind! Mein herzlicher Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen, die bereit waren, die Fahrten zu organisieren und durchzuführen.
Unsere 10. Klassen haben während ihrer traditionellen Berlinfahrten unsere Hauptstadt erkundet: Die Klassen 10a und 10d waren im September mit Herrn Kempe, Frau Dr. Naumann-Unverhau, Frau Stronzik und Frau Harms unterwegs, die Klassen 10b und 10c folgten im November mit Herrn Albrecht, Frau Gottschalk, Frau Kobold-Hübner und Herrn Brunkert. Auch während dieser Fahrten gab es keine Probleme – ein herzliches Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen, die die Fahrten organisiert und durchgeführt haben und an unsere Schülerinnen und Schüler, die durch verantwortungsbewusstes Verhalten zum guten Gelingen dieser Fahrten aktiv beigetragen haben!

Unser Neubau

Seit dem Weihnachtsbasar hängen die Pläne für unseren Neubau an der Flurwand, dort wo die von uns liebevoll so genannten “Frühstücksmütter” aktiv sind. Noch in diesem Jahr soll der Baubeginn sein – aber die wirklich großen Maßnahmen werden im Frühjahr beginnen. Nach Aussage der Architekten wird man durch die besondere Bauweise ab dem Frühjahr recht schnelle Baufortschritte erkennen können – wir dürfen alle gespannt sein!
Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern, sowie allen Kolleginnen und Kollegen, dass Storms “märchenstille Herrlichkeit” auch in diesem Jahr für alle Wirklichkeit wird. Ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes, neues Jahr 2012!

Ihre/Eure

R. Fritzsche