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Sicher im Verkehr – dank  ADAC und Kreisverkehrswacht

Im Rahmen der diesjährigen Verkehrserziehung in der Orientierungsstufe am Gymnasium Kronwerk besuchten alle 5. und 6. Klassen zwei Veranstaltungen zum Verkehrssicherheitstraining des ADAC unter dem Thema „Achtung Auto“ und „Der tote Winkel“.

Der tote Winkel – oder wie lasse ich in Sekundenschnelle eine ganze Schulklasse verschwinden?
Wenn ein Lastwagen rechts abbiegt, sieht der Fahrer aufgrund seiner erhöhten Sitzposition und der Ausmaße seines Fahrzeugs häufig nicht, wer oder was rechts von ihm, direkt hinter, neben oder vor ihm – also sogar genau vor seiner Windschutzscheibe ist. Für Radfahrer und Fußgänger kann das tödlich enden. Sie werden vom Fahrer nicht bemerkt, weil sie sich im sogenannten „toten Winkel“ befinden. Weil diese besondere Gefahr vielen nicht bewusst ist, hat das Gymnasium Kronwerk eine besondere Schulstunde unter der Federführung der Kreisverkehrswacht – ein besonderer Dank an Frau Warneke – und des ADAC  unter der Leitung von Herrn Albert für seine 5. und 6. Klassen organisiert.
Die Moderatoren kamen mit einem LKW auf unser Schulgelände gerollt und empfingen dort unsere Sextaner und Quintaner. Jeweils zwei Kinder durften sich ans Steuer setzen, während die anderen Kinder sich vor, hinter und rechts neben dem Fahrzeug in scheinbar sicherer Entfernung postierten. Die „Fahrer“ sollten sagen, wen ihrer Schulkameraden sie erkennen. Die Überraschung war bei allen groß, als sie die Erfahrung machten, dass man etwa 5-7 Meter vor, hinter und rechts neben dem Auto keinen einzigen Schulkameraden mehr erkennen (aber immer noch hören) konnte. So verschwanden etwa 25 Kinder auf einmal aus dem Blickfeld.
In dieser Stunde konnte jeder selbst erfahren, dass LKW-Fahrer trotz Innen- und Außenspiegel große Bereiche neben LKWs nicht einsehen können, dass es insbesondere für Radfahrer lebensgefährlich ist, sich an roten Ampeln an den Fahrzeugen vorbei zu manövrieren, um in der ersten Reihe zu stehen und eine gute Startposition für das Überqueren einer Kreuzung zu haben.

Achtung Auto – Stillstand beim Betätigen der Bremse?
In der Woche darauf stand  das nun schon traditionell durchgeführte zweistündige Verkehrssicherheitstraining mit Herrn Albert  vom ADAC auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit den Klassenlehrern und Herrn Albert  lernten unsere Schülerinnen und Schüler dort viel über die Gefahren, die einem im täglichen Straßenverkehr begegnen können.
Zuerst wurde ein Versuch durchgeführt: Die Kinder sprinteten in Zweiergruppen 10 bis 15 Meter und mussten dann abrupt an einer Linie abbremsen. Der Brems- und Anhalteweg wurde mit Kreide auf dem Boden markiert. Dann folgte eine erschwerte Übung: Die Kinder sollten beim Schwenken einer Flagge, also in einem nicht vorhersehbaren Moment, abbremsen und ihren Brems- und Anhalteweg einschätzen. Anschließend übertrugen sie diese Erfahrungen, indem sie mit Hilfe des Aufstellens von Verkehrshütchen den Bremsweg eines Autos mit 30 km/h und mit 50 km/h einschätzen sollten. Der ADAC-Mitarbeiter überprüfte diese Schätzungen mit seinem Auto. Ginge es nach den Schätzwerten der Kinder im Straßenverkehr, hätte man im Laufe des Vormittags viele Schwerverletzte zu beklagen gehabt, aber glücklicherweise standen nur die rot gestreiften Hütchen auf der Straße, die die zahlreichen Fehleinschätzungen überlebten. Zum Abschluss durften alle ins Auto einsteigen, und bei einer Vollbremsung bei 30 Stundenkilometern erfuhren alle Kinder ruckartig die lebensrettende Wirkung des richtig sitzenden Gurts und der richtig eingestellten Kopfstütze. Was von innen langsam erscheint, stellt sich in der von außen beobachteten Vollbremsung mit quietschenden Reifen als bedrohliche Situation dar, die sich bei richtigem und vorausschauendem Verhalten im Straßenverkehr vermeiden lässt.

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