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„Robin Hood“ und ihr tollkühner Einsatz für Gerechtigkeit im Hamburger Schauspielhaus

Die gesamte Orientierungsstufe macht sich wie in jedem Jahr in Begleitung ihrer Deutsch- und Klassenlehrer und der Paten auf nach Hamburg zu unserer traditionellen Fahrt ins Weihnachtsmärchen. Diesmal stand “Robin Hood“, ein Familienstück für Kinder ab 8 Jahren, in der Inszenierung von Markus Bothe auf dem Programm. Wir waren sehr gespannt, wie der Kampf der Schwachen gegen die Reichen geführt wird und ob wir die – bei Bothe so typischen – Hinweise auf aktuelle Bezüge wahrnehmen können.

In einer turbulenten Inszenierung widmete sich Bothe natürlich vor allem der Frage der Gerechtigkeit bzw. was Recht ist – was darf ein Herrscher, welche Verantwortung hat er gegenüber seinem Volk? Aber auch die Fragen danach, was typisch männliches oder weibliches Rollenverhalten ausmacht oder inwieweit Fake News unser Handeln und Denken lenken, und nicht zuletzt die Rolle eines vereinigten Europas im Zeichen des Brexits vereinigten sich in dieser turbulenten Komödie.

Es begann damit, dass Robin, ein mutiges, kluges und tollkühnes Mädchen, von den Häschern König Johns und der Sheriffin gejagt wird, weil es Zeuge der Tötung seines Vaters wurde. Aus Angst, Robin könne die unrechtmäßigen Herrscher über England, Sir John und seinen Berater Guy von Gisbourne in deren Machenschaften stören und den rechtmäßigen Herrscher Richard Löwenherz aus seiner Gefangenschaft befreien, wird sie für vogelfrei erklärt. Es gelingt Robin dank ihrer Bogenschießkünste mit weiteren Vogelfreien aus dem Sherwood-Forest Sir John zu kidnappen und am Ende nach vielen Verwicklungen und Verkleidungen sowie Schieß- und Kampfeinlagen Recht und Ordnung wiederherzustellen. Diese Zivilcourage ist nicht nur Männern vorbehalten, sondern ausdrücklich auch zarten Frauen, die gar nicht so schwach sind, wie die Gesellschaft glauben möchte.

Gebannt folgten die Kinder der Handlung, die durch viel Situations- und Wortkomik, musikalische Einlagen und Action-Szenen aufgelockert wurde und schwärmten noch am nächsten Tag von diesem tollen Ereignis.

Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an unseren Förderverein, der dieses Ereignis wieder großzügig unterstützt und damit einen erlebnisreichen Tag ermöglicht hat.

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