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Taler du dansk?

Diese Frage mussten die 14 Schülerinnen und Schüler aus dem Q1-Jahrgang vor Antritt unserer Reise zu unserem neuen Austauschpartner, der Katedralskolen in Aalborg, überwiegend mit „nein“ beantworten – aber das sollte sich ändern.

Nach einem erfolgreichen Beginn unserer neuen Schulpartnerschaft im März in Rendsburg brachen wir auf, um Aalborg kennenzulernen. Zuvor wurden wir aber von Frau Dr. Brüssow-Harfmann  eingeführt  in „danske sprog og kultur“, um Wesentliches über Dänemark, die dänische Sprache, Kultur und Lebensweise zu erfahren, sodass wir motiviert und gestärkt am Montag nach den Osterferien gen Norden fahren konnten. Uns erwartete ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Programm: Zunächst half uns Lasse, unser dänischer Partnerlehrer, das mühselig erworbene Sprachwissen vom Vortag aufzufrischen und zu erweitern, bevor wir die Schule kennenlernten und als Sprech- und Sprachpartner der Deutschklassen eingesetzt wurden. Nachmittags waren wir während  einer Stadtführung zu einem offiziellen Empfang in das Aalborger Rathaus eingeladen, wo wir uns aufwärmen und stärken konnten. Am Mittwoch ging es zur Nordküste Dänemarks in die Wanderdünen von Rubjerg Knude , an die Küste von Lönstrup und zum Zusammenfluss von Nord- und Ostsee in Grenen, wo einige Mutige sich mit Gummistiefeln oder barfuß ins 4-5 Grad kalte Wasser wagten – einen Fuß in der Nordsee, den anderen in der Ostsee. Nach einem Rundgang in Skagen gab es Pizza für alle in der Schule und anschließend besuchten wir das Frühjahrskonzert der Katedralskole, in dem ordentlich losgerockt wurde. Donnerstag besichtigten wir den Hafen mit den Kühlkammern für die Lebensmittel, die bei 4 bzw. minus 23 Grad gelagert werden, bevor sie nach Grönland verschifft werden. Da fühlten wir  uns richtig auf Eis gelegt und waren froh, nach wenigen Minuten wieder an der frischen Luft bei 8-10 Grad zu sein, was uns erheblich wärmer erschien als noch kurz zuvor. Nach einem kurzen Besuch auf einem Grönlandschiff ging es zur individuellen Stadterkundung der ökonomischen Schönheiten Aalborgs. Abends wurden wir von unseren Austauschpartnern mit dänischen Spezialitäten versorgt, bevor die letzte Nacht (für einige arg verkürzt) in den Familien anbrach. Nach einem Besuch des sehr modernen und interessanten Kunstmuseums (während dessen sich mehrfach die Frage aufdrängte: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ bzw. die Einschätzung aufkam, so etwas könne man ja wohl selber auch) ging es Freitag mittag nach fünf erfüllten Tagen zurück nach Hause.

Uns alle hat neben dem tollen Programm die nette und offene Atmosphäre in Familie und Schule und die unkomplizierte und zugewandte Art unserer Gastgeber, deren gute und sehr gute Deutschkenntnisse uns das Einleben sehr leicht gemacht haben,  ebenso wie die Gelassenheit und der partnerschaftliche Umgang von Lehrern und Schülern und vor allem der selbstverständliche Einsatz von Computern im Unterricht sehr beeindruckt, so dass viele sich gewünscht haben, ihre Kinder später auf eine dänische Schule zu schicken.

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