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„Der nordamerikanische Staatsminister setzt chemische Waffen im Kampf gegen den IS ein.“ Diese Nachricht stammt zum Glück nicht aus einer aktuellen Zeitung, sondern aus der POL&IS-Simulation an der Schüler der Q1- und Q2-Klassen Anfang der Woche teilnahmen. Drei Tage bzw. vier Polis-Jahre lang durften wir, untergebracht im Marinestützpunkt in Kiel, die Weltpolitik gestalten. Aufgeteilt in elf Nationen, NGO’s, UN-Generalsekretariat, Weltbank und Presse arbeiteten wir an der Weltkarte und handelten an der Börse. Dabei verkalkulierte sich der eine oder andere auch mal. So mussten erst die russischen Bürger von der UN-Generalversammlung vor dem Hungertod gerettet werden, kurze Zeit später stand Nordamerika vor der Staatspleite. Aber nicht nur an der Börse kam es zu brenzligen Situationen. Nordamerika stationierte Atomwaffen vor der chinesischen Küste und nutzte seine chemischen Waffen im Kampf gegen den IS in Syrien, worauf die internationale Gemeinschaft mit einer Aufkündigung aller Verträge mit Nordamerika reagierte. Trotz derartiger Vorfälle vergaßen die Staatsminister ihre eigentliche Aufgabe nicht und bekämpften gemeinsam Piraterie, Terrorismus und Guerillatruppen. Europa hatte vor allem mit Flüchtlingsströmen zu kämpfen. Dieses Problem wurde aber mit einem ausgefeilten Integrationsprogramm angegangen. Vielleicht auch ein Ansatz für die reale Politik. Aber auch die Regierungschefs waren fleißig, ihre Aufgabe war es unter anderem politische Programme zu schreiben, um auf die jeweiligen aktuellen Probleme ihres Landes zu reagieren. Diese wurden zu Beginn eines Jahres durch eine Tagesschau verkündet. Dabei entstanden Programme wie „America does sport“, das der Fettleibigkeit den Kampf ansagte, oder das arabische Programm „Allahs Wille“, welches die Bürger dazu anhielt, den öffentlichen Nahverkehr stärker zu nutzen.

Während wir handelten, Landstreitkräfte versetzten und versuchten, dem globalen Müllberg Herr zu werden, vergingen die drei Tage schneller als gedacht und nachdem das vierte Polis-Jahr gespielt war, gingen es am Mittwoch zurück zum Kronwerk.

Der Ausflug in die internationale Politik hat Spaß gemacht und gezeigt, wie sich die Entscheidungen eines einzelnen Staates auf die gesamte Welt auswirken und wie anstrengend das für die Politiker der Welt werden kann.

Darline Kiewald, Q 2 c